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Lkw-Maut belastet Betriebe zusätzlich

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Ab Juli 2018 müssen Lkw ab 7,5 Tonnen nicht nur auf Autobahnen, sondern auf sämtlichen Bundesfernstraßen Maut zahlen. Rund zwei Milliarden Euro will der Verkehrsminister so zusätzlich für die Modernisierung unserer Straßen generieren. Ein weiterer staatlicher Übergriff für viele Betriebe.

Die Lkw-Maut soll künftig nicht mehr nur auf Autobahnen, sondern auf sämtlichen Bundesfernstraßen gelten. Foto: MonikaP/Pixabay

BGL: Ausweitung der Mautpflicht mittelstandsfeindlich

Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) zeigt sich entsprechend verärgert über die vergangene Woche vom Bundesrat beschlossene Ausdehnung der Lkw-Maut. Davon seien gerade GaLaBau-Betriebe mit ihrem umfangreichen Fuhrpark sowie Baustellen, die bis zu 100 Kilometer vom Betriebshof entfernt liegen können, erheblich betroffen.

„Durch die Ausdehnung der Maut auf sämtliche Bundesstraßen und den Einbau der Erfassungsgeräte entstehen zusätzliche Belastungen, die mittelstandsfeindlich und unnötig sind. Die Betriebe leisten schon durch die Kraftfahrzeugsteuer und die Besteuerung der Kraftstoffe ihren Beitrag zu den Infrastrukturkosten und werden nun erneut zur Kasse gebeten“, so BGL-Hauptgeschäftsführer Dr. Robert Kloos.

Bundesregierung will Ausdehnung der Mautpflicht auf kleinere Lkw ab 3,5 Tonnen prüfen

Zudem befürchtet der GaLaBau-Verband, dass die Bundesregierung auf diesem Weg noch weitere Einnahmequellen erschließen will – immerhin hat sie bereits angekündigt, bis spätestens Ende dieses Jahres zu prüfen, ob die Mautpflicht auf kleinere Lkw zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen ausgedehnt werden soll. Eine Maßnahme, die der BGL kategorisch ablehnt.

Von der Maut befreit sind landwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von maximal 40 Kilometern pro Stunde. Für diese Ausnahme hatte sich unter anderem der Zentralverband Gartenbau (ZVG) bereits im Vorfeld eingesetzt – vor allem im Hinblick auf die Gemüsebau-, Obstbau- und Baumschulbetriebe.

ZVG: Mautpflicht ab 7,5 Tonnen betrifft auch Gartenbau massiv

„Die Umstellung der Mautpflicht auf Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen betrifft auch die Gartenbaubetriebe massiv, nicht zuletzt durch eine Verteuerung der Logistikkosten“, erklärt ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer auf TASPO-Anfrage. Ebenso wie der BGL ist der Gartenbau-Verband entschieden gegen eine Ausdehnung der Maut auf Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen.

„Betroffen wären hiervon gerade die vielen kleinen und mittelständischen Gartenbaubetriebe, zum Beispiel mit regionaler Vermarktung oder auch die Dienstleistungsbetriebe. Deshalb haben wir dieses Thema auch in die ZVG-Forderungen zur Bundestagswahl aufgenommen“, so Fleischer.

Mehr zum Thema Lkw-Maut lesen Sie in der TASPO 7/2017, die am 17. Februar erscheint.