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Managementkompetenzen stärken mit „Coaching Ourselves“

„Coaching Ourselves“ (CO) ist ein innovatives Konzept für die Fortbildung von Führungskräften, das mittlerweile von vielen Betriebsleitern und Managern weltweit eingesetzt wird. Lernen wird hierbei als Teil des Arbeitsprozesses begriffen. Und das ganz ohne Trainer. Das Konzept geht zurück auf den kanadischen Managementforscher Henry Mintzberg, der sich schon in den 1970er Jahren in seiner Doktorarbeit die Frage stellte: „Womit beschäftigen sich eigentlich Manager im Alltag?“ Ergebnis seiner Studie: Sie tun ganz andere Dinge, als wir uns vorstellen, wenn wir Managementbücher lesen.

„Coaching Ourselves“: Der Trainingsprozess findet im eigenen Unternehmen und mit den eigenen Kollegen statt. Foto: Fotolia

Mintzberg zog daraus den Schluss, dass man das, was gemeinhin „Management“ genannt wird, so nicht unterrichten kann. „There is no way to teach management.“ Management kann man nur selber lernen.

Hier setzt das CO-Konzept an: Danach lassen sich Führungskompetenzen nur dann effektiv entwickeln, wenn Wissen und Erkenntnisse mit eigenen Erfahrungen verknüpft werden, erläutert Dr. Stefan Krusche, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT). Die theoretischen Konzepte müssen also auf die eigene Erlebnis- und Arbeitswelt übertragen und dort eingeordnet werden.

Wesentlich bei CO ist das Vor-Ort-Prinzip: Der Trainingsprozess findet im eigenen Unternehmen und mit den eigenen Kollegen statt. So ist man wirklich „nah dran“ und kann das neue Wissen direkt umsetzen, mit den konkreten Fragestellungen des eigenen Betriebes. Mitgebrachtes Wissen aus externen Seminaren muss nicht erst mühsam weitergegeben und „übersetzt“ werden. Und die Arbeit mit den unmittelbar Beteiligten kann im Idealfall sogar den Teamgeist stärken.

„Das Neue an diesem Konzept ist, dass man keinen Trainer braucht. Wie der Name Coaching Ourselves schon sagt: Der Trainer ist man selber“, so Krusche. In klassischen Seminaren lausche man dem, was ein Experte erzählt, doch die Nachhaltigkeit solcher Veranstaltungen sei erfahrungsgemäß gering.

Lesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe 08/2013 wie das Konzept funktioniert und wie auch Gartenbauunternehmen davon profitieren können. (al/ts)