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Maschinelle Spargelernte im Blickfeld

Nach Meinung von Hans-Jörg Lang wird die Mechanisierung der Spargelernte nicht aufzuhalten sein. Der Landwirt, Spargelproduzent und Lohnunternehmer aus Ingelheim sprach beim Spargeltag in Karlsruhe über Erfahrungen 2009 mit der Spargelvollerntemaschine Kirpy.

Seit 2008 setzt er auf seiner etwa 30 Hektar großen Spargelfläche diese rund neun Meter lange und zweieinhalb Meter breite Maschine ein. Die Arbeitsweise basiert darauf, dass zwei rotierende Scheiben den Spargel im Damm abschneiden, und zwar sechs bis acht Zentimeter über der Wurzelfläche. Danach befördert eine Siebkette die Erde mit den darin enthaltenen Stangen und siebt die Erde ab.

Vom Siebband gelangt der Spargel auf ein Verleseband. An dieser Stelle legen die Beschäftigten per Hand den Spargel in Kisten, wobei hier zugleich eine Trennung nach kurzen und langen Stangen erfolgt. Die Kisten-Sammelplattform ist im hinteren Maschinenteil. Vier Personen und der Fahrer befinden sich auf der Maschine. Eine hydraulisch gesteuerte Gabel nimmt die Kisten auf und stellt sie auch wieder ab. Nach dem Erntedurchgang wird der Boden wieder maschinell zu einem Damm geformt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, was vor allem Fahrgeschwindigkeit und Dammaufbau betraf, sei die Kirpy nach einigen Umbauten heute wirklich praxistauglich. So der Hinweis von Unternehmer Lang. In seinem Betrieb sei die maschinelle Spargelernte "nicht mehr wegzudenken". Noch nicht optimal gelöst sei das Abnehmen und Wiederauflegen der Folie. Das Problem der anfangs zu geringen Fahrgeschwindigkeit wäre mit einem kürzeren Blech am Siebband gelöst worden. Heute seien durchaus 2,5 Kilometer pro Stunde möglich.