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Mautausweitung erhöht Stückgutkosten

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Durch die Mautausweitung auf Lkw ab 7,5 Tonnen erhöhen sich die Stückgutkosten um 1,9 Prozent. Das ergab eine Kostensimulation der IDS Logistik GmbH, durchgeführt für 2.800 Nahverkehrstouren. Dr. Michael Bargl, Geschäftsführer IDS, sieht nun die Verlader in der Pflicht, einen Teil der Kosten zu tragen.

Die IDS hat eine Kostensimulation zur Ausweitung der Mautpflicht durchgeführt. Ergebnis: Die Stückgutkosten erhöhen sich. Foto: IDS

Transportsektor kann höhere Stückgutkosten nicht alleine tragen

„Eine Kostenerhöhung von 1,9 Prozent kann von den Transportunternehmen nicht getragen werden. Es besteht Handlungsbedarf“, kommentierte Bargl.

„Wir können die Mehrbelastung, die der Transportbranche bereits durch Mindestlohn und Fahrermangel und jetzt auch noch durch die Ausweitung der Mautpflicht auferlegt werden, nicht länger alleine stemmen. Um eine Weitergabe der staatlichen Maut in Form einer Preiserhöhung werden wir nicht umhin kommen. Selbstverständlich arbeiten wir unverändert an Prozessoptimierungen, um den Kosten entgegenzuwirken. Hierbei ist aber auch die Beteiligung der Verlader gefragt“, fügt Dr. Bargl hinzu.

Seit 1. Juli Mautausweitung für Lkw

Seit 1. Juli 2015 zahlen Lkw über 12 Tonnen auf weiteren 1.100 Kilometern vierspurigen Bundestraßen Maut. Darüber hinaus wird ab 1. Oktober 2015 die Lkw-Maut für Fahrzeuge von bisher 12 Tonnen auf Lkw ab 7,5 Tonnen ausgeweitet. Ebenjene Ausweitung würde sich laut Kostensimulation besonders in Stückgutsystemen auf die Transportkosten auswirken. Denn dann unterliegt der größte Kostenblock im Stückgut (40 Prozent) der Mautpflicht.

Im IDS Nahverkehrsfuhrpark betragen die durchschnittlichen Mautkosten für alle Fahrzeugtypen 125 Euro je Tour und Monat. Rechnet man die Kosten der Touren auf die beförderten Sendungen im Vor- und Nachlauf um, erhöhen sich die Stückgutkosten um insgesamt 1,9 Prozent.

Weiterhin von der Mautpflicht ausgenommen bleiben Transporter von drei bis 7,5 Tonnen. Ob die Bundesregierung diese Lücke schließen wird, bleibt weiterhin offen.