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Mehr Dachbegrünung durch KfW-Förderprogramm

Erfolgreich hat sich der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) nach eigenen Angaben für die staatliche Förderung grüner Technologien eingesetzt. So können Hauseigentümer ab jetzt eine staatliche Förderung für die Anlage einer Dachbegrünung nutzen, erklärt BGL-Hauptgeschäftsführer Hermann Kurth.

Immer mehr Eigentümer, Bauherren und Architekten setzen auf die Zusammenarbeit mit Landschaftsgärtnern zur Begrünung von Dächern. Foto: BGL

Im Rahmen des KfW-Förderprogrammes „Energieeffizient sanieren“ werde die grüne Technologie der Dachbegrünung somit erstmals in die Liste förderfähiger Maßnahmen, die zum 1. Juni dieses Jahres aktualisiert und veröffentlicht wird, aufgenommen.

Laut Kurth ist es damit „gelungen, eine zentrale Forderung des BGL nach einer stärkeren Berücksichtigung der grünen Technologien, die wir auch in der Charta Zukunft Stadt und Grün formuliert haben, durchzusetzen. Wir haben damit einen zusätzlichen finanziellen Anreiz geschaffen, der das verstärkte Bauen mit Grün zielgerichtet unterstützt.“

Im KfW-Programm „Energieeffizient sanieren“ werden laut BGL die mit der energetischen Sanierung verbundenen Maßnahmen – so beispielsweise jetzt auch die Anlage eines Gründaches als Wärmedämmung – gefördert. So vergebe die Staatsbank bis zu 75.000 Euro Kredit für jede Wohneinheit beim KfW-Effizienzhaus oder bis 50.000 Euro bei Einzelmaßnahmen für einen Zinssatz von nur einem Prozent im Jahr.

Überdies gewähre die KfW Hauseigentümern einen Tilgungszuschuss als zusätzlichen finanziellen Anreiz. Er reduziere das Darlehen und verkürze gleichzeitig die Laufzeit. So ließen sich bis zu 13.125 Euro sparen. Erster Ansprechpartner für KfW-Kredite ist meist die Hausbank, da sie die KfW nicht direkt vergibt. Hauseigentümer können aber jede beliebige Bank wählen, die KfW-Kredite anbietet.

Exakte Zahlen dazu, wie viele Betriebe sich mit Dachbegrünungen beschäftigen, liegen nicht vor, so der BGL auf Anfrage der TASPO. Die GaLaBau-Landesverbände führten aber Listen mit entsprechenden Fachbetrieben. Darüber hinaus zählt Dachbegrünung zu den Ausbildungsinhalten im GaLaBau-Rahmenlehrplan. Übereinstimmend mit der FBB, (Fachvereinigung Bauwerksbegrünung) geht der BGL davon aus, dass in Deutschland pro Jahr etwa acht bis zehn Millionen Quadratmeter Dachfläche neu begrünt werden – Tendenz steigend.

Der Markt für Dachbegrünungen entwickele sich mit der allgemeinen Baukonjunktur. So sei auch hier eine positive Entwicklung in den letzten Jahren zu verzeichnen. Die Einsicht bei öffentlichen, gewerblichen und privaten Bauherren für einen ökologischen Ausgleich am Objekt durch Dachbegrünungen zu sorgen, wachse zunehmend.

Der BGL hofft, dass das Thema Dachbegrünung durch die KfW-Förderung eine größere Akzeptanz bei zukünftigen Sanierungsprojekten erfährt – egal ob bei Einzelmaßnahmen oder umfassenden Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus – und sich daraus eine spürbare Erhöhung der Nachfrage für die Anlage von Dachbegrünungen entwickelt. (hlw)