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Mehrkosten gedeckt: Buga Koblenz trägt sich selbst

Positive Meldungen kommen von der vergangenen Bundesgartenschau (Buga) in Koblenz: Die unerwartet hohen Einnahmen der Buga Koblenz 2011 decken die Mehrkosten des Schienenhaltepunkts Mitte und gleichen die Durchführungskosten der Veranstaltung aus. 

Positive und nachhaltige Effekte: die Buga Koblenz 2011. Foto: Marion Sippel-Boland

Auch die Nachnutzung der ehemaligen Buga-Areale sei erfolgreich angelaufen, meldet die Pressestelle der Buga. Anstatt der angestrebten zwei Millionen Besucher zählte die Bundesgartenschau Koblenz 2011 fast 3,6 Millionen Gäste. Durch die unerwartet hohe Besucherzahl, die sich positiv auf die Eintrittsgelder und auch auf die abzuführenden Gewinnbeteiligungen der Buga-Gastronomie ausgewirkt hatte, nahm die Buga statt der geplanten 25 stolze 42 Millionen Euro ein.

Mit den Mehreinnahmen in Höhe von 17 Millionen Euro war es möglich, die acht Millionen Euro Mehrkosten beim Bau des Schienenhaltepunktes Mitte sowie die Betriebsmehrkosten der Buga in Höhe von zwei Millionen Euro zu decken. Die dann immer noch übrig bleibenden sieben Millionen Euro teilen sich Stadt und Land geschwisterlich, heißt es weiter.

Da die Mehreinnahmen höher sind als die Mehrkosten, können Stadt und Land ihre jeweiligen geplanten Fördersummen damit verringern. „Stellt man Durchführungskosten in Höhe von 42,4 Millionen Euro den Buga-Einnahmen in Höhe von 42 Millionen Euro gegenüber, wird deutlich, dass sich diese Großveranstaltung im Grunde selbst getragen hat“, meldet der Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig stolz.

Während der öffentliche Haushalt von der erfreulichen Entlastung mittelfristig profitieren wird, konnten die Koblenzer und ihre Gäste schon unmittelbar die Effekte der guten Buga auskosten: Nachdem die Buga-Macher durch gutes Wirtschaften sowohl im Investitions- als auch im Durchführungshaushalt insgesamt 1,7 Millionen Euro einsparen konnten, floss dieses Geld in die Weiterentwicklung und Nutzung der ehemaligen Buga-Flächen im Rahmen der neuen Dachmarke „Koblenzer Gartenkultur“. So kamen die Menschen unter anderem in den Genuss der Generationensportanlage im Festungspark, konnten sich über eine neu bepflanzte Schlosskrone freuen und beim Bugafest 2012 im Mai nochmals in Buga-Nostalgie schwelgen.

Neben dem Wunsch nach einer nachhaltigen Stadtentwicklung war die angestrebte Stärkung des Tourismus in Stadt und Region einer der Gründe, warum sich Koblenz für die Durchführung einer Buga entschieden hat. Wie umfangreich dieses Ziel erreicht wurde, zeigen die aktuellen Kennzahlen der Koblenz-Touristik.

So steigerten sich 2011 die Übernachtungszahlen um 34,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 678.097 Übernachtungen. Die durchschnittliche Übernachtungsdauer stieg von 1,56 auf 2,08 Tage. Ebenso positiv entwickelten sich die Zahl der Gästeführungen und die der Nutzer der Mosel-Schifffahrt. „Nach dem großen Erfolg der Buga haben wir allen Grund, auch in Zeiten leerer Stadtkassen optimistisch in die Zukunft zu blicken“, hofft Joachim Hofmann-Göttig auch auf langfristige, touristische Einnahmen. (ts/buga)