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Messe Essen: Umbaukonzept beschlossen

Ein Umbaukonzept für die Messe Essen hat der Stadtrat Essen vor zwei Wochen beschlossen. Zuvor hatte der Aufsichtsrat der Messe dem Vorentwurf als Kompromiss zugestimmt.

Für 123 Millionen Euro sollen unter anderem Hallen abgerissen und neue errichtet sowie ein neues Kongresszentrum gebaut werden. Nach langen Verhandlungen sieht ein Kompromiss zwischen Grünflächenamt und der Messegesellschaft jetzt vor, 500 Quadratmeter weniger Hallenfläche zu bauen. Außerdem soll der Grugapark nahezu unangetastet bleiben. Die Messe will den vom Rat beschlossenen Kostenrahmen einhalten.

Darin soll auch ein jährlicher städtischer Zuschuss bis zu 13,5 Millionen Euro als Limit bis 2016 enthalten sein, der alle Projektbestandteile abdecken müsse. Essener Bürger hatten zuvor befürchtet, dass die Bauarbeiten zu Baumfällungen führen und dagegen protestiert und sie vermuteten, so die lokalen Medien, dass die Kosten explodieren könnten. Die Parteien Grüne und Linke wollen einen Bürgerentscheid gegen den Umbau anstreben.

Die IPM 2014 ist noch nicht betroffen, erste Maßnahmen sollen danach erfolgen. Der Bauablauf werde an das Messegeschäft angepasst, zwischenzeitlich gibt es temporäre Messehallen. Die Messe-Geschäftsführung soll nun für Herbst dieses Jahres einen Baubeschluss vorbereiten. Demnach sollen auf den bisherigen Hallen 4 bis 12 vier neue ebenerdige Großhallen bei gleichbleibender Fläche von rund 110.000 Quadratmeter entstehen. Im Kongresszentrum soll eine multifunktionale Fläche angrenzend an die neuen Hallen 6 und 7 entstehen.

Sie kann sowohl als Messefläche als auch als Teil des Kongresszentrums mit einer Kapazität von 2.000 Personen genutzt werden. Die Fläche der bisherigen Galeria soll zur neuen zentralen Logistikachse werden. Auf die vorgesehene vollständige Bebauung des gesamten Freigeländes 4 werde verzichtet. Anstelle des bisherigen Messehauses Süd entsteht nach dem aktuellen Stand der Planung ein Verwaltungsgebäude. (fri)