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Millionenbetrug: Tomaten als Melonen deklariert

Für Wirbel sorgt in der Schweiz ein Millionenbetrug mit falsch deklarierten Tomaten. Wie der Schweizer Tagesanzeiger berichtete, haben mehrere Importeure Tomaten und Salat an der italienischen Grenze als anderes Gemüse deklariert, um so tiefere Einfuhrzölle zu bezahlen. Die Tomaten und Salate gingen etwa als Melonen über die Grenze, wie Eric Daellenbach, Verantwortlicher für die Betrugsbekämpfung in der Westschweiz bei der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV), erläuterte. Mit der falschen Deklaration wollten die Importeure die Kontingente umgehen, die einheimisches Gemüse während der Saison schützen sollen. Rund ein Dutzend Importeure sind betroffen. Der Gesamtbetrag der Geldbußen betrage mehrere Millionen Franken. Auch der italienische Exporteur müsse sich vor der Justiz verantworten. Ein Rechtshilfegesuch sei an Italien gestellt worden, so Daellenbach.