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Mindestlohn-Gesetz: Kommission will Auswirkungen überprüfen

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat angekündigt, die Auswirkungen des Mindestlohn-Gesetzes durch eine Kommission prüfen zu lassen. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) begrüßt dieses Vorhaben unter anderem im Hinblick auf den erheblich höheren Verwaltungsaufwand, der mit Inkrafttreten des Mindestlohn-Gesetzes entstanden ist. 

Seit Inkrafttreten des Mindestlohn-Gesetzes müssen Arbeitgeber in bestimmten Bereichen die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten aufzeichnen, verbunden mit einem erheblich höheren Verwaltungsaufwand. Foto: ZVG

„Insbesondere der erheblich höhere Verwaltungsaufwand durch die Aufzeichnungspflichten, die Einschränkungen bei den Arbeitszeitkonten und die nicht gelösten Fragen im Zusammenhang mit den mitarbeitenden Familienangehörigen müssen dringend nachverhandelt werden. Das jetzige Gesetz ist ein Bürokratiemonster“, so ZVG-Präsident Jürgen Mertz.

Im Gespräch mit Vertretern des Gartenbaus hatte Ministerin Nahles bereits Anfang Januar zugesichert, gemeinsam mit dem Berufsstand nach Lösungen suchen zu wollen. „Wir nehmen Frau Nahles beim Wort und werden die Verhandlungen genau verfolgen“, so Mertz.

Die neunköpfige Mindestlohn-Kommission mit Spitzenvertretern der Arbeitgeber und der Gewerkschaften unter Vorsitz des früheren Hamburger Bürgermeisters Henning Voscherau soll sich verschiedenen Medienberichten zufolge erstmals am 27. Februar treffen. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem, Vorschläge für die alle zwei Jahre geplante Mindestlohn-Anpassung zu machen. (ts/zvg)