Mindestlohngesetz: Prüfung auf unnötige Bürokratie

Veröffentlichungsdatum:

Für viele Betriebe sind die neuen Aufzeichnungspflichten im Zusammenhang mit dem Mindestlohn eine erhebliche Zusatzbelastung. Foto: Fotolia ahavelaar

Die Koalition will das Mindestlohngesetz bis Ostern auf unnötige Bürokratie prüfen. Ein Vorschlag, der vom Zentralverband Gartenbau begrüßt wird. Besonders die Aufzeichnungspflicht zum Mindestlohn bereitet vielen mittelständischen Betrieben Kopfzerbrechen.

Laut einer Mitteilung der Süddeutschen wolle der Koalitionsausschuss praktische Probleme bis Ostern sammeln. Aus dieser Dokumentation sollen dann – „falls nötig“, so der entscheidende Einschub – Änderungen beschlossen werden.

„Ich bin erleichtert, dass nun endlich ein Zeitplan steht und die Sorgen und Bedenken der Gartenbaubetriebe ernst genommen worden sind. Die bürokratischen Auflagen des Gesetzes haben bei den Betrieben der Gartenbaubranche in der Tat für große Verwirrung und Verunsicherung gesorgt“, so ZVG-Präsident Jürgen Mertz.

Nahles diskutierte Auswirkungen des Mindestlohns

Bereits im Januar hatte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles mit Vertretern der Gartenbaubranche über die direkten Auswirkungen des Mindestlohns diskutiert. Nahles hatte damals zugesagt, gemeinsam mit dem Berufsstand nach Lösungen suchen zu wollen. „Der erste Schritt ist getan. Nun müssen den Worten Taten folgen. Ich erwarte, dass etwa bei den Dokumentationspflichten nachgebessert werden wird“, so Mertz weiter.

Am Freitag wird die Mindestlohnkommission zusammen treten und Vorschläge von Arbeitgern und Gewerkschaften für die, für alle zwei Jahre geplante, Mindestlohnanpassung machen. (cm/zvg)

Cookie-Popup anzeigen