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Mit Aufstiegsstipendien vom Gärtner zum Ingenieur weiterqualifizieren

Aufstiegsstipendien bietet das Bundesbildungsministerium (BMBF) Menschen an, die sich aus ihrem Beruf heraus über ein Studium weiterqualifizieren wollen. Wegen der großen Nachfrage soll das Fördervolumen nun im kommenden Jahr um 70 Prozent gesteigert werden, von 13 auf 22 Millionen Euro, teilt das Ministerium mit.

Das Stipendium unterstützt Berufserfahrene beim ersten Hochschulstudium. Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie mindestens zwei Jahre Berufserfahrung. Außerdem muss das Studium an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule erfolgen und mit einem akademischen Abschluss enden, etwa Bachelor oder Diplom.

Die Förderung für ein Vollzeitstudium beträgt 750 Euro monatlich, für ein berufsbegleitendes Studium 1.700 Euro jährlich. Wer bereits studiert, kann sich bis zum Ende des zweiten Studiensemesters bewerben.

Seit dem Start des Programms vor zwei Jahren bewarben sich bislang fast 10.000 Personen, 2.500 Stipendiaten werden mittlerweile gefördert. Derzeit studieren 40 Prozent aller Stipendiaten berufsbegleitend. Acht von zehn Stipendiaten studieren an einer Fachhochschule, rund 40 Prozent sind älter als 30 Jahre. Und: Nur ein Drittel hat ein klassisches Abitur.

Vergangenes Jahr stieg die Zahl der Studierenden ohne Hochschulreife um 45 Prozent – von 4.350 (2008) auf 6.311 (2009). Jeder zehnte beruflich qualifizierte Studienanfänger ohne Abitur erhält ein Aufstiegsstipendium.

Mehr unter: www.aufstieg-durch-bildung.info.