Mit Social Media zum Verbraucher

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Über soziale Netzwerke können Landwirte und in der Grünen Branche tätige Unternehmen hervorragend mit Verbrauchern in Kontakt treten. Foto: Aaron Burden / Unsplash

Beim Webinar „Online-Marketing und PR“ vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) und der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) gab es Tipps dafür, was besonders landwirtschaftliche Unternehmen bei ihren Online-Angeboten bedenken müssen.

Positives Image von Landwirten

Soziale Medien sind aus dem modernen Alltag nicht mehr wegzudenken. Dabei stehen einem viele Möglichkeiten offen, mit Verbrauchern in Kontakt zu treten, ganz egal, ob nun über Twitter und YouTube oder doch lieber über Instagram und Facebook. Mehr als 50 Personen nahmen am Webinar teil, wie das BZL mitteilte. Der Social Media-Manager Thomas Fabry attestierte Landwirten gleich zu Beginn ein positives Image. „Menschen und Medien mögen Landwirte“, so Fabry. Allerdings betonte er auch, dass 25 Prozent der Deutschen gleichzeitig noch nie mit einem Landwirt gesprochen. Deshalb müsse man andere Wege zu ihnen finden.

Inhalte unbedingt für mobile Endgeräte optimieren

Das Mittel der Wahl seien also Online-Angebote, sprich Social Media Plattformen, über die man mit seinen Verbrauchern in Kontakt treten könne. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die hochgeladenen Medien unbedingt über das Handy funktionieren müssen. In unserer modernen Gesellschaft besitzt nahezu jeder ein Smartphone, auf dem Social Media konsumiert wird. Beispielsweise mehr als 90 Prozent der täglichen Facebook-Nutzung laufe über mobile Endgeräte. Die Angebote werden in Bus und Bahn oder im Wartezimmer beim Arztbesuch „durchgescrollt“. „Wir scrollen 100 Meter pro Tag über unser Handy“, meinte Fabry und liefert damit einen triftigen Grund für aufmerksamkeitsstarke Medien. Das heißt, dass zum Beispiel kurze Videos, die auch ohne Ton zu verstehen sind und nicht zu viele Details haben, beim Konsumenten gut ankommen.

Persönlichkeit über soziale Medien präsentieren

Anhand praktischer Beispiele erläuterte Fabry, worauf es beim Einsatz von Social Media ankommt. Dabei empfahl er vor allem, seine Persönlichkeit zu präsentieren. „Zeigt Bilder von euch, eurem Hof und eurer Arbeit. Wer steckt als Mensch dahinter?“ Das müsse dem Verbraucher klar werden. Zudem sollte mindestens einmal pro Woche etwas Neues zu lesen oder zu sehen sein. „Die Community wächst jedoch umso schneller, je aktiver man ist und je mehr Mühe man sich mit einzelnen Beiträgen gibt.“ Grundsätzlich sollten sich alle mit Social Media befassen. Das sei kein exklusives Thema für junge Leute, so ein Fazit von Fabry. Auch im kommenden Jahr wolle das BZL in Kooperation mit dem BDL weitere Webinare anbieten. Themenschwerpunkte seien die Umstellung auf ökologischen Landbau, Risikoabsicherung ohne Versicherungen oder alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie Crowdfunding.

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