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Mitteldeutscher Gartenbauverband geplant

Gartenbau-Unternehmen hoffen aufgrund der enorm gestiegenen Energiekosten auf einen deutlichen Preissprung für ihre Produkte. Diese Meldung veröffentlichte die Deutsche Presseagentur am Montag dieser Woche, und eine Vielzahl deutscher Tageszeitungen griff sie begierig auf. Sie fußt auf Aussagen des Gartenbaupräsidenten von Sachsen-Anhalt, Herbert Bruchmüller, der eine kleine "Revolution" in der Gartenbaubranche erwartet. "Entweder die Preise werden spürbar erhöht, oder es wird viele Pflanzen aus dem Gewächshaus nicht mehr geben, weil wir sie nicht mehr kostendeckend anbauen können", sagte er. "Der Kunde will zum Beispiel zum Saisonbeginn möglichst früh möglichst billige Pflanzen aus dem Gewächshaus kaufen. Das wird nicht länger möglich sein." Die drastisch steigenden Energiekosten gefährdeten inzwischen ganze Betriebe. "Wir haben dieselben Probleme und können unseren Forderungen in einem starken Verband bei Politik und Wirtschaft besser Gehör verschaffen", sagte Bruchmüller mit Blick auf ein Zusammengehen in einem mitteldeutschen Gartenbauverband. Bei den Betrieben müsse allerdings für die Vorteile eines Großverbandes noch geworben werden. Das erste Treffen dazu fand voriges Jahr auf Einladung des Landesverbandes Gartenbau Thüringen in Kahla statt. An der diesjährigenVeranstaltung in Magdeburg am vergangenen Wochenende beteiligten sich über 80 Vertreter der Branche aus Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen - deutlich mehr, als 2007 in Thüringen. Zwischen den beiden Sommertreffen hatten die fünf mitteldeutschen Gartenbauverbände anlässlich der Gärtnerbörse Floriga 2008 in Leipzig eine Kooperationsvereinbarung als Basis für eine engere und effektivere Zusammenarbeit unterzeichnet (siehe TASPO 11/2008). Ein Mitteldeutscher Verband würde in den fünf Ländern rund 1.000 Gartenbauunternehmen vertreten. Nicht darunter fallen die Betriebe Mecklenburg-Vorpommerns. "Diese gehören im Norden zu Schleswig-Holstein und haben andere Strukturen als wir", so Bruchmüller. Das 3. Sommertreffen wird 2009 vom Landesverband Brandenburg ausgerichtet.