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Modell "Selbstständige Saisonarbeitskräfte" hat funktioniert

Das Jahr 2006 hat gezeigt, dass die Vermittlung von Arbeitslosen als Saisonarbeitskräfte nur sehr begrenzten Erfolg hatte. Da die Politik bisher nicht bereit ist, die Eckpunkteregelung zu ändern und gleichzeitig eine Änderung bei der Sozialversicherungspflicht im Heimatland nicht in Sicht ist, sollten die Landwirte über alternative Möglichkeiten der Beauftragung von Saisonkräften nachdenken. Das gilt umso mehr nach dem EU-Beitritt von Rumänien zum 1. Januar 2007, dessen Saisonarbeitskräfte mit der gleichen Problematik des europäischen Sozialversicherungsrechts konfrontiert sind wie ihre Kollegen aus Polen. Im Auftrag von mehreren polnischen EU-Bürgern hat das Unternehmen Saisonarbeitskraefte.de Ltd. mit deutschen Behörden Kontakt aufgenommen, um den Status der Saisonkräfte in Deutschland festzustellen, wenn diese beabsichtigen, auf der Grundlage eines Werkvertrags für beispielsweise einen Spargelhof und weitere Auftraggeber tätig zu werden (siehe auch TASPO 7/06). Durch die Hilfe des Deutschen Bauernverbandes beschäftigte sich die Grundsatzabteilung der Deutschen Rentenversicherung mit dem Thema und entschied in dem vorgelegten Einzelfall, dass die Voraussetzungen für eine selbstständige Tätigkeit im Falle der Tätigkeit für diesen Spargelhof gegeben seien. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Scheinselbstständigkeit nur dann nicht droht, wenn zahlreiche Rahmenbedingungen erfüllt sind, die für eine selbstständige Tätigkeit sprechen und die Anmeldung einer eigenen Firma beim Gewerbeamt dazu bei weitem nicht ausreicht.

Im Internet finden sich weitere Informationen zum Thema unter www.saisonarbeitskraefte.de in deutscher und www.pracownikow-sezonowych.pl in polnischer Sprache.