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Modellprojekt: Kurzumtrieb mit Pappeln

Schnell wachsende Baumarten wie Pappeln können vor allem in Wasserschutzgebieten einen Beitrag zur Versorgung mit dem umweltfreundlichen Energieträger Holz leisten. Darauf hat Landwirtschaftsminister Josef Miller in Kaufering im Landkreis Landsberg am Lech hingewiesen, wo in einem ersten Schritt auf 2,7 Hektar insgesamt 30.000 Pappeln gepflanzt werden. Sie sollen später nicht nur Holz für das Hackschnitzelheizkraftwerk in Kaufering liefern, sondern als Modellprojekt auch weitere Erkenntnisse über solche "Kurzumtriebskulturen". Nach Angaben des bayerischen Landwirtschaftsministeriums geht es dabei vor allem um konkrete Aussagen zur Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit der so genannten "Energiewälder". Insbesondere die Massenleistung und die möglichen Kohlendioxid-Einsparungen durch die Nutzung. Ebenso wichtig sei die genaue Beobachtung der Entwicklung der biologischen Vielfalt in solchen Anpflanzungen. Ferner die Auswahl der richtigen Pappelsorten, da sich diese in Wuchsleistung und Anfälligkeit sehr stark unterscheiden. Die Sortenprüfung und die Entwicklung neuer Sortenempfehlungen sollen nach Aussagen des Ministeriums verstärkt und die Beratung der Praktiker zum Anbau schnellwachsender Baumarten intensiviert werden. Wissenschaftlich begleitet wird das Modellprojekt von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und dem Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht.