Alle News

Modernisierung des Essener Messegeländes: IPM 2014 noch in den bisherigen Hallen

Im Planungsprozess der Messe Essen wurde jetzt im Aufsichtsrat der Vorentwurf für die umfassende Modernisierung des Essener Messegeländes vorgestellt. Dort findet jedes Jahr die Internationale Pflanzenmesse (IPM) als Weltleitmesse des Gartenbaues statt. Der Entwurf sieht neue, den modernen Anforderungen genügende Großhallen samt Foyer- und Kongressbereich als Ersatz für die alten Hallen 4 bis 12 und das Messehaus Ost vor. 

Modellentwurf: So soll das Essener Messegelände nach der Modernisierung aussehen. Foto: Messe Essen

Bei laufendem Messebetrieb sollen die Baumaßnahmen zwar bereits im Herbst dieses Jahres starten, die ersten Hallen aber nicht vor dem späten Frühjahr 2014 abgerissen werden. Die IPM in Essen wird im kommenden Jahr also noch nicht von den Modernisierungsmaßnahmen beeinträchtigt sein. „Die IPM 2014 kann so stattfinden wie in den vorherigen Jahren“, bestätigt Egon Galinnis, Geschäftsführer der Messe Essen.

Im Wesentlichen sind in dem Vorentwurf die folgenden Modernisierungsmaßnahmen geplant:

  • Auf der Fläche der bisherigen Hallen 4 bis 12 sollen vier modulare Großhallen gebaut werden. Die Größe von insgesamt rund 110.000 Quadratmetern bleibt gleich; die Hallen sollen ebenerdig, modern und für verschiedenste Formate und Veranstaltungsarten flexibel unterteilbar und kombinierbar sein.
  • Im Erdgeschoss des Kongresszentrums soll eine ebenerdige multifunktionale Fläche direkt angrenzend an die neuen Hallen 6 und 7 entstehen. Diese kann sowohl als Messefläche als auch als Teil eines eigenständigen Kongresszentrums mit einer Kapazität für 2.000 Personen genutzt werden.
  • Die Fläche der bisherigen Galeria wird zur neuen zentralen Logistikachse.
  • Auf die bisher vorgesehene vollständige Bebauung des gesamten Freigeländes 4 wird verzichtet. Damit wird eine bessere Erschließung der neuen Halle 4 ermöglicht, Parkplätze gesichert und notwendige Veränderungen der Grugabahn gemindert.
  • An der Stelle des Messehauses Süd soll ein Verwaltungsgebäude entstehen. So wird eine Veränderung des Einganges Ost ermöglicht, wodurch die Vergrößerung der Halle 1 sowie eine bessere Zuwegung und Vermarktung für die Hallen 1 und 1 A möglich sei.
  • Der Parkplatz P 3 soll für eine Bebauung mit einem Parkhaus zur Verfügung stehen; rund 750 Parkplätze seien hier möglich.

Auch die Logistik soll im Zuge der Modernisierung verbessert werden, was schnellere und kostengünstigere Abläufe bedeute. „Wenn wir so bauen, erfüllen wir die Erwartungen wichtiger Partner und Kunden, die dann zukünftig auch langfristig ihre Veranstaltungen am Messeplatz Essen durchführen werden“, ist Galinnis überzeugt.

Die nächsten Schritte im Planungsprozess werden laut Messe Essen die Weiterführung der Planung, die Anpassung des Bauablaufes an das Messegeschäft und die Planung der Zwischenzustände mit den temporären Messehallen sein. Der Abschluss der voraussichtlich 123 Millionen Euro teuren Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen ist für Mitte 2017 geplant. (ts)