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Münster-Wolbeck: Junggärtner wollen bleiben

Wolbecks Junggärtner wollen sich nicht mit der Entscheidung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen abfinden, dass die Fachschule für Gartenbau in Münster Wolbeck für immer geschlossen werden soll. Winfried Funke (Kirchhellen), Vorsitzender der Junggärtner Westfalen-Lippe, kündigte an, dass 2006 noch größere Protestaktionen des Gartenbaunachwuchses in Münster und Düsseldorf zu erwarten sind.

Angedacht ist ähnlich wie im vergangenen Jahr auch eine Demonstration, ist aus den Reihen der Junggärtner zu vernehmen. Mit der Forderung "Wir wollen in Wolbeck bleiben" sind Anfang April bereits Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sowie Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg und seine Vorgängerin Bärbel Höhn angeschrieben worden. Die Junggärtner appellieren an die politisch Verantwortlichen, den Anspruch auf eine landesweit flächendeckende Bildung und Ausbildung umzusetzen und nicht hinzunehmen, dass gegen diesen Rechtsgrundsatz mit der Schließung der Gartenbaufachschule in Wolbeck verstoßen wird.

Die Alternative, die Fachschule in Essen zu besuchen, würde für den Gartenbaunachwuchs aus Ostwestfalen vor allem wegen der großen Entfernungen gar nicht in Frage kommen. Außerdem befürchtet Funke, dass die in Wolbeck angelaufene "Teilzeitbeschulung am Wochenende" durch den Abzug der Fachschule in ihrer Weiterführung leichtfertig auf's Spiel gesetzt würde. Auch das von der Kammerleitung angeführte Argument der Kosteneinsparungen mit der Schließung von Wolbeck will den Junggärtnern nicht einleuchten.