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Nachahmen erlaubt: Züricher Hochschule stellt praxisreife Stauden-Konzepte vor

Besonders für luftfeuchte, regenreiche Gebiete geeignet sind die neuen Staudenpflanzkonzepte aus Wädenswil. Agraringenieur Axel Heinrich erprobt seit zehn Jahren im Sichtungsgarten am Züricher See Mischpflanzungen aus Stauden und Gräsern unter verschiedenen Verwendungsaspekten. 

Auf dem Weiterbildungstag der Baumschule Hauenstein stellte er einige der bereits praxisreifen Ergebnisse der Fachwelt vor. Gesucht hat Heinrich gestalterische Alternativen zu den verbreiteten, jahreszeitlich immer gleich aussehenden Laub- und Nadelholzhecken. Die Pflanzungen sollen vor allem lebendiger und strukturreicher als diese erscheinen. Vor allem das Spiel der Jahreszeiten soll für die Nutzer erlebbar werden. Weitere Ziele der Entwicklungsarbeit sind eine größere Pflanzenvielfalt, die wiederum Vögel und Blüten besuchende Insekten anzieht. Schließlich muss das Konzept langlebig und pflegeleicht sein, damit es von der Praxis angenommen wird.

Viele Staudenkonzepte existieren bereits für trockene und vollsonnige Standorte, führt Heinrich aus. Bekannt und vielfach bewährt ist der vom Bund Deutscher Staudengärtner entwickelte „Silbersommer“. Im Jahr 2006 hat er den Innovationspreis für Gartenbau errungen. Andere Bepflanzungs-Konzepte eignen sich für feuchte und eher saure Humusböden, wie sie etwa in Norddeutschland vorkommen. (nas)

Welche patentrechtlich nicht geschützten Pflanzkonzepte die Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften erarbeitet hat und wo die entsprechenden Pflanzensortimente erhältlich sind, lesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe 13/2012.