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Nachbesserungen beim Programm „Ausbildungsplätze sichern“ gefordert

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Der Zentralverband Gartenbau hat sich in einem Schreiben ans Bundesarbeitsministerium für eine Nachbesserung des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ stark gemacht. Mitte März wurde die Verlängerung und eine Verbesserung des Programms bekannt geworden.

Beim Bundesprogramm Ausbildungsplätze sichern sieht der ZVG Nachbesserungsbedarf. Foto: GMH

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ verbessert

Bundesweit ist nicht zuletzt durch Corona ein Rückgang der Ausbildungsverhältnisse zu beobachten. Betriebe beklagen nicht selten den Fachkräftemangel, um es Betrieben daher attraktiver zu gestalten, junge Menschen auszubilden, beschloss die Politik Mitte März die Verbesserung des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“. Darin geregelt sind beispielsweise Ausbildungs- und Übernahmeprämien für Unternehmen (TASPO Online berichtete). Demnach wurden die Ausbildungsprämien im neuen Ausbildungsjahr von 2.000 und 3.000 Euro auf 4.000 und 6.000 Euro verdoppelt. Die Übernahmeprämie wurde ebenfalls auf 6.000 Euro verdoppelt und bis Ende 2021 verlängert. Des Weiteren wurden Regelungen zu Zuschüssen zur Vermeidung von Kurzarbeit, Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung und ein Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen verbessert und angepasst. Im Jahr 2021 stellt der Bund insgesamt 500 Millionen Euro für das Bundesprogramm zur Verfügung und plant weitere 200 Millionen Euro für 2022 ein.

ZVG wendet sich an Bundesarbeitsministerium

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) hat sich jetzt in einem Schreiben an das Bundesarbeitsministerium gewandt und sich für Nachbesserungen beim Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ stark gemacht. Darin kritisiert ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer insbesondere die Verknüpfung mit der Kurzarbeiterregelung, die eine Vielzahl von gärtnerischen Betrieben von der Unterstützung ausschließe. „Die gärtnerischen Betriebe bemühen sich, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst ohne Inanspruchnahme von Kurzarbeit zu halten und so die fortwährenden Kulturarbeiten an den verderblichen und saisonalen Produkten durchzuführen“, so Fleischer. Die Umsatzeinbußen seien im saisonalen Geschäft des Gartenbaus nicht in dem geforderten Maße ausgefallen. Gleichzeitig hätten die Betriebe höhere Aufwendungen im Betriebsablauf und Endverkauf.

Betriebe setzen alles daran, Ausbildungsniveau zu halten

Auch beim neuen „Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen“, der für ausbildende Kleinstunternehmen gilt und von der Kurzarbeiterregelung und Umsatzregelung ausgenommen ist, seien Nachbesserungen von Nöten. Die Förderbedingungen, wie die Begrenzung auf vier Beschäftigte, würden eine Vielzahl von Gartenbaubetrieben bereits ausschließen. Des Weiteren heißt es, dass die Ausbildungsbetriebe alles daran setzen, das Ausbildungsniveau so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Daher seien laut ZVG gerade für diese Betriebe Nachbesserungen im Bundesprogramm nötig.

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