Alle News

Nachgefragt: Certi will LEH meiden

, erstellt von

Für kurze Wege zwischen Gärtner und Kunde, für ausgesuchte Saisonware und mehr Frische wirbt die Dachmarke Certi und bietet ein Vermarktungskonzept, das ebenso auf stationären Handel wie auf Online-Verkauf setzt. Wie die Lebensmittel-Zeitung schrieb, setzt Certi dafür stationär auch auf den deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH).

Certi setzt auf klare Wiedererkennbarkeit seiner Marke. Foto: Certi

Rein gärtnergebundenes Vermarktungssystem

Auf Anfrage der TASPO wies Certi-Manager Jan van Ballegooijen dies allerdings zurück: „Certi ist ein rein gärtnergebundenes Vermarktungssystem, das ausschließlich die Wertschöpfungskette vom produzierenden Gärtner zum abverkaufenden gärtnerischen Fachhandel inklusive dem Floristen bedient.“

Allerdings, so räumte van Ballegooijen ein, „gibt es in Dresden einen Floristenshop in einer Kauflandniederlassung, der zum Certi-System umgebaut wurde.“ Das stehe jedem Gärtner oder Floristen völlig frei.

Zurzeit arbeiten 24 Gartencenter und Gärtnereien sowie 37 Blumenläden unter der Flagge von Certi. Mit der Einführung eines Shop-Locators werden auf der Webseite ab Sommer 2017 alle Certi-Standorte einfach zu finden sein, betont van Ballegooijen. „Sind dann 50 Standorte in Deutschland erreicht (voraussichtlich in diesem Jahr), wird es einen 51. nicht geben.“

Certi strebt Marktanteil von fünf Prozent an

Für alle POS-Auftritte gelte: einheitliche Ware von höchster Qualität, Frische und Haltbarkeit; klare Unterscheidbarkeit des Einkaufserlebnisses im Vergleich zu herkömmlichen Läden, klare Wiedererkennbarkeit der Marke. Innerhalb der nächsten drei Jahre strebt die Marke Certi einen Marktanteil von fünf Prozent im europäischen Blumen- und Pflanzenhandel an.

Pflanzenware erhält Certi derzeit von rund 600 Gärtnern, darunter zwölf deutschen, die schwerpunktmäßig am Niederrhein kultivieren. Gemessen am Gesamtvolumen, produzieren die deutschen Gärtner derzeit rund zwei Prozent der Ware, erklärt van Ballegooijen.