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Nachgefragt: Kosten für externe Berater von Landgard

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Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ erhob jüngst in einem Beitrag drastische Anschuldigungen gegenüber Landgard. Die Erzeugergenossenschaft reagierte darauf prompt und zurückweisend. Unser Leser Berthold Kott machte uns nun darauf aufmerksam, dass die Aussage von Landgard zu den Kosten für externe Berater in der genannten Höhe nicht richtig sein kann.

Landgard bezog zu den drastischen Vorwürfen auf Spiegel online umgehend Stellung. Foto: Landgard

Landgard reagiert umgehend auf Spiegel-Vorwürfe

Mehrere Wochen soll der Spiegel-Redakteur mit der Recherche zu dem zehn Tage vor der am 24. November stattfindenden Vertreterversammlung der Landgard eG veröffentlichten Artikel verbracht haben. „Fette Firmenwagen, horrende Beraterhonorare, ausufernde Spesenrechnungen: Eine der größten deutschen Erzeugergemeinschaften hat seit Jahren über ihre Verhältnisse gelebt“ war am 14. November bei Spiegel online zu lesen. Auf die in dem Artikel erhobenen drastischen Anschuldigungen hat Landgard sofort reagiert – wir berichteten online und in der TASPO 47/2020. Zu den Vorwürfen, überzogene Beraterkosten in Anspruch genommen zu haben, erklärte Landgard beispielsweise, dass man während der acht Jahre andauernden Sanierung von den finanzierenden Banken dazu verpflichtet worden war, Sanierungsberater zu beauftragen.

„Hoffe, dass diese Zahl falsch ist“

„Die Kosten für externe Berater liegen dabei unter zwei Prozent des Umsatzes in dieser Zeit, also durchaus niedrig angesichts der Größe von Landgard“, heißt es seitens der Erzeugergenossenschaft. Wie TASPO-Leser Berthold Kott aus Kevelaer unserer Redaktion jetzt schrieb, kann die Aussage in dieser Höhe allerdings nicht richtig sein. „Das wären dann knapp 40 Millionen Euro für externe Berater pro Jahr? Ich hoffe, dass diese Zahl falsch ist, aber selbst dann bleibt diese Aussage aus der Vorstandsetage im Kopf. Der Text wurde von vielen gegengelesen, geprüft und freigegeben“, schreibt Kott in seinem Leserbrief.

Kosten für externe Berater laut Landgard bei unter 0,2 Prozent vom Umsatz

Dazu räumt nun Landgard gegenüber der TASPO ein: „Vielen Dank für den Hinweis zum Thema externe Beraterkosten. Da ist uns trotz aller Sorgfalt ein Tippfehler unterlaufen. Leider ausgerechnet in unserer Kommentierung zum Spiegel-Beitrag, der bei Landgard hinlänglich diskutiert wurde. Die Kosten für externe Berater, die Landgard als Auflage der finanzierenden Banken in der Zeit der Sanierung zwischen 2012 und 2017 hinzuziehen musste, lagen in Summe natürlich bei unter 0,2 Prozent des gesamten Umsatzes in diesem Zeitraum – und nicht bei zwei Prozent, wie von uns geschrieben. In absoluten Zahlen beliefen sich die Beraterkosten in der Zeit von 2012 bis 2017 auf rund 27 Millionen Euro. Das ist uns wichtig klarzustellen, damit die Größenordnungen richtig eingeordnet werden können“, so Carsten Bönig, Vorstand der Landgard eG.

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