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Prüfungsgräber bleiben als Muster bestehen

Acht hessische Friedhofsgärtner-Auszubildende absolvierten am 2. Juli den praktischen Teil ihrer Abschlussprüfung auf dem Friedhof in Frankfurt-Höchst. Ihre Aufgabe war es, ein einstelliges Wahlgrab nach den Richtlinien des Bundes deutscher Friedhofsgärtner zu gestalten und zu bepflanzen. Die angehenden Friedhofsgärtner mussten die Gestaltung der Grabstätte unter realistischen Bedingungen genau planen und kalkulieren. Hierzu zählte die Fläche zu gliedern und auf die Größe, Form sowie Farbwirkung des Grabmals zu achten.

Ortsansässige Steinmetzbetriebe hatten die Grabsteine bereits im April im Eingangsbereich des Friedhofs aufgestellt. Die Kandidaten konnten ihre Abschlussarbeiten somit sorgfältig planen. Pflanzen, Erde und Werkzeug wurden von den Ausbildungsbetrieben der Prüflinge gestellt. Bei der Auswahl der Pflanzen mussten die künftigen Friedhofsgärtner ihre gärtnerische Kompetenz beweisen, hierbei insbesondere auf Wüchsigkeit der Pflanzen, deren Strukturform sowie die Lage der Grabstätte achten. Die von den Prüflingen angelegten Grabstätten bleiben bis auf Weiteres als Schaugräber im Eingangsbereich des Friedhofs in Frankfurt-Höchst erhalten. Sie werden von den ortsansässigen Friedhofsgärtnern gepflegt. Damit sorgten die Prüfungsabsolventen nicht nur für einen krönenden Abschluss ihrer Ausbildung, sondern zeigten auch das Leistungsspektrum der Friedhofsgärtner. Der praktische Teil der friedhofsgärtnerischen Abschlussprüfung wird alljährlich vom Hessischen Gärtnereiverband mit Unterstützung der jeweiligen Kommune auf einem hessischen Friedhof durchgeführt. In diesem Jahr beteiligten sich das Grünflächenamt der Stadt Frankfurt und die Genossenschaft der Friedhofsgärtner Frankfurt.