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Nachwuchsmangel: Klare Worte vom ZVG-Ausbildungsausschuss

„Ausbildungsförderung geht alle an.“ Zu diesem Thema referierte Walter Holbeck, Bildungsreferent des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), Ende Februar auf der Delegiertenversammlung des Landesverbandes Gartenbau Rheinland-Pfalz. Und fand dabei sehr klare Worte, wie auf der Internetseite des Landesverbandes zu lesen ist. 

Als Strategien gegen den Nachwuchsmangel sieht er unter anderem, finanzielle und personelle Ressourcen zu schaffen sowie den direkten Kontakt zu Jugendlichen zu erhöhen. Der ZVG-Bildungsausschuss empfiehlt, acht Nachwuchswerbeberater einzustellen, die landesverbandsübergreifend tätig sind. Laut Holbeck hat das ZVG-Präsidium am 2. Dezember 2011 beschlossen, Nachwuchswerbeberater sowie PR- und Medienarbeit als Konzept auszuarbeiten und umzusetzen.

Weitere Vorschläge des Bildungsausschusses: Aktualisieren der bestehenden Werbemittel, kontinuierliches Betreuen der Internetseite, verstärkte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Der Bildungsausschuss hat die betrieblichen Ausbildungskosten erfragt und dabei im Bundesdurchschnitt Kosten von 350 Euro je Azubi und Jahr festgestellt. Als Vorschlag daraus entstand die Zahlung einer pauschalen Entlastung je Auszubildendem und Jahr. Die Umsetzung erscheint jedoch nur möglich mit einem überregionalen Finanzierungsinstrument, etwa einer Ausbildungsförderwerkstiftung.

Des Weiteren schlägt der Bildungsausschuss vor, mehr professionelle Fortbildungsangebote für Ausbilder zu schaffen und die Seminargebühren und Fahrtkosten zu übernehmen. Holbeck stellte eine Übersicht aller Maßnahmenkosten vor. Bei einer Umlage der acht Nachwuchswerbeberater, der Medienarbeit und der neuen Konzeption einer Kampagne käme auf die Mitglieder ein Betrag von 109 Euro zu. Bei Umlage auf alle Gartenbaubetriebe, außer dem GaLaBau, würde sich der Betrag auf 47,50 Euro reduzieren. Nicht enthalten sind beispielsweise die Kosten für die Ausbilderfortbildung. (ts/lvrlp)