Alle News

Natrium verursacht Blattrandnekrosen

Blattrandnekrosen treten häufig an Kirschlorbeer auf. Versuche zu diesen Problemen führte die Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Bad Zwischenahn mit Prunus laurocerasus 'Otto Luyken' durch. Heinrich Beltz von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen berichtete über Ergebnisse aus diesen Versuchen während des Baumschulseminars für Produktion und Endverkauf in Köln. Sie hätten gezeigt, dass schon geringe Mengen Natrium die in der Praxis häufig auftretenden Blattrandnekrosen und heftige Schäden verursachen können. Gleichzeitig haben die Pflanzen auf hohe Nährsalzgehalte oder Chlorid weniger empfindlich reagiert. Eine Zufuhr von 25 Milligramm Natrium, gleich 180 Milligramm Natrium-Sulfat pro Liter Substrat, reichte bereits aus, um Schäden auszulösen. Dies bestätigten auch die Untersuchungen der Natrium-Gehalte in den Blättern. Die Grenze scheint um 0,07 bis 0,10 Prozent Natrium in der Blatttro-ckenmasse zu liegen. Aus den Ergebnissen könne gefolgert werden, dass beim Auftreten von Blattrandnekrosen an Lorbeerkirschen vor allem nach der Quelle einer Natriumbelastung gesucht werden muss und diese möglichst auszuschalten ist. Meist wird das Gießwasser diese Quelle sein, so Beltz. Die in der Praxis häufig empfohlene Reduzierung der Düngung wegen der vermeintlichen "Salzschäden" dürfte dagegen falsch sein, die Pflanzen sollten bedarfsgerecht weiter gedüngt werden.