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Naturbestattungen: Projekt Gedenkwald

Auf dem Gebiet der Naturbestattungen hat sich neben Friedwald und Ruheforst seit einiger Zeit unter anderem auch der Gedenkwald etabliert. Die betreffende GmbH mit Sitz in Prien am Chiemsee konzentriert sich auf Bayern und hatte im Dezember 2008 als ersten Träger für ihr Projekt die Gemeinde Bad Feilnbach gefunden. Im Ortsteil Au bei Bad Feilnbach - am Fuße des Wendelsteins - besteht ein erster "Gedenkwald" für naturnahe Urnenbestattungen.

Wie sich der betreffenden Internetseite (www.gedenkwald.de) entnehmen lässt, steht der "Gedenkwald-Friedhof" in öffentlicher Trägerschaft durch die örtliche Gemeinde. Die Beisetzungen fänden jeweils im engsten Familienkreis durch einen "Gedenkwald-Bestatter" statt: Begleitung durch einen Pfarrer sei möglich. Die Grabstätte könne je nach Wunsch anonym bleiben oder per Plakette gekennzeichnet werden. Sie werde aber nicht abgegrenzt und auch nicht mit Blumen geschmückt. Wer sich vorsorglich eine Grabstätte im Gedenkwald aussuchen will, erhält eine Urkunde über das Nutzungsrecht.

Die Beisetzung der Asche im Wurzelwerk eines Baumes erfolgt in einer fest verschlossenen Urne. Diese, so heißt es, erfülle spezielle Anforderungen, insbesondere auch die der biologisch abbaubaren Zersetzung im Boden. Ein Verstreuen der Asche am Fuße eines Baumes, in einer Blumenwiese oder auf einem Felsen ist nach bayerischem Bestattungsrecht nicht möglich. Die Grabstätte im Gedenkwald soll bis zu 99 Jahren gesichert sein. Unter der Trägerschaft anderer Gemeinden sollen weitere Waldfriedhöfe für Gedenkwald-Bestattungen hinzukommen.