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Neonikotinoide: EFSA bestätigt Risiken

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Neonikotinoidhaltige Pflanzenschutzmittel, mit denen Blätter gespritzt werden, sind ein Risiko für Bienen. Das bestätigt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nun durch die Bewertung des Gefahrenpotenzials, das von Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam unter Berücksichtigung aller Anwendungen ausgeht.

Die EFSA hat die Risiken für Bienen bestätigt, die durch die Spritzanwendung drei bestimmter Nikotinoide entstehen. Foto: Fotolia Dmytro Smaglov

Hohe oder nicht auszuschließende Risiken durch Neonikotinoide

Saatgutbehandlungen und Granulat schloss die EFSA in ihrer Bewertung aus. Bei den analysierten Behandlungsmethoden durch Neonikotinoide ermittelte die Behörde entweder hohe Risiken oder konnte diese zumindest nicht ausschließen. Aufgrund lückenhafter Daten konnten manche Risikobewertungen nicht abgeschlossen werden.

Damit bestätigt die EFSA jene Schlussfolgerungen, die sie bereits vor zwei Jahren getroffen hatte. Damals analysierte die Behörde die Gefährdung der Bienen durch den Einsatz von Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam zur Saatgutbehandlung und als Granulat. Darauffolgend verordnete die EFSA strengere Auflagen für den Einsatz von Neonikotinoiden.

Verwendung zur Saatgut- oder Bodenbehandlung nicht zulässig

Die Verwendung der drei Substanzen zur Saatgut- oder Boden-Behandlung ist derzeit bei Kulturpflanzen, die von Bienen beflogen werden, sowie bei Getreide außer Wintergetreide nicht zulässig; ausgenommen sind Anwendungen im Gewächshaus.

Der Einsatz der Neonikotinoide zur Blattbehandlung bei Kulturpflanzen, die von Bienen beflogen werden, sowie bei Getreide ist – außer in Gewächshäusern oder nach der Blüte – verboten.
Nun wartet die EFSA auf weitere Informationen, geliefert von nationalen Behörden, Forschungseinrichtungen, Industrie und sonstigen interessierten Kreisen. Diese sollen bis zum Ende des Monats vorliegen. Sobald die Behörde das Mandat der Europäischen Kommission erhalten hat, beginnt die Auswertung. Abschließend will die EFSA eine aktualisierte Risikobewertung formulieren.