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Netzwerk Pflanzensammlungen: umfangreiche Iris- und Hortensiensammlungen finden neue Heimat

Über 500 Sorten der hohen Bartiris sowie eine bedrohte belgische Hortensien-Sammlung haben jetzt eine neue Heimat gefunden, informiert das Netzwerk Pflanzensammlungen. Außerdem wurde die Pflanzendatenbank aktualisiert und in diesem Zuge auch die Benutzerfreundlichkeit deutlich verbessert. 

Seit 40 Jahren sammelt Günther Diedrich Irissorten der hohen Bartiris (Iris barbarta ‘Tall Bearded’) und wird von der ehemals 1.200 Sorten umfassenden Sammlung noch etwa 700 Sorten behalten. Die restlichen über 500 Sorten werden vom Gartenbaubetrieb „Gärten fürs Leben“ in Pechstadt übernommen. Vom neuen Besitzer Oliver Prell sollen diese in den nächsten vier Wochen umgepflanzt werden. 

Eine bedrohte belgische Hortensien-Sammlung, die von der Gärtnerei Merholz bei Krefeld übernommen und aufgepäppelt wurde, geht nun in Teilen in die Parkanlage der Stiftung Schloss Dyck. Um die 150 Hydrangea macrophylla-Sorten werden zurzeit aufgepflanzt und bereichern den bedeutenden englischen Landschaftsgarten im Rheinland.

Ursprünglich hatten Friedrich Optendrenk und ein Privatsammler in der gärtnerischen Versuchsanstalt Gent die komplette Sammlung im Jahr 2000 aufgebaut. Sie umfasste über 800 Sorten, und war in einem desolatem Zustand, weil sie nicht mehr gepflegt werden konnte.

Mit der Aktualisierung der Pflanzendatenbank wurde auch die Benutzerfreundlichkeit deutlich verbessert. Netzwerkakteure können nun ihre Sammlungsdaten über den eigenen Account ändern, löschen und ergänzen. Auch Excel-Listen können ab sofort importiert sowie eigene Bildergalerien erstellt und verwaltet werden. Bei der Registrierung kann der User entscheiden, welche Daten öffentlich sein sollen.

Eine Benutzungsanleitung steht unter www.netzwerkpflanzensammlungen.de in der Rubrik „Pflanzensammlungen“ zum Download bereit. (ts)