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Neu entdeckte Pflanzenart nach Dresdener Botaniker benannt

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In Französisch-Guayana wurde eine neue Art von Pfeifenwinden (Aristolochiaceae) entdeckt, die nach dem Dresdener Botaniker Prof. Dr. Stefan Wanke benannt wurde. Die Aristolochia wankeana verdankt ihren Namen damit bereits als zweite Art einem Dresdener Wissenschaftler.

Die Aristolochia wankeana besitzt eine für Pfeifenwinden charakteristische außergeöhnliche Blütenform. Foto: Sébastien Sant

Neue Art in Französisch-Guyana entdeckt

In Französisch-Guyana wurde von einem internationalen Wissenschaftlerteam aus Brasilien, Kolumbien und vom Musée d‘Histoire Naturelle in Paris eine neue Aristolochia-Art entdeckt. Es handelt sich um eine Kletterpflanze aus den tropischen Regenwäldern des Amazonasbeckens. Ihre außergewöhnliche Blütenform sei demnach allgemein für die Aristolochia-Arten charakteristisch. Benannt wurde diese Art nun nach dem Dresdener Botaniker Prof. Dr. Stefan Wanke, um seiner Verdienste um die Erforschung der Gattung Aristolochia Anerkennung Ausdruck zu verleihen. Zukünftig wird die neue Pflanzenart mit dem Namen Aristolochia wankeana bezeichnet. Damit ist Wanke bereits der zweite Dresdner Namensgeber für eine Pfeifenwindenart, nachdem 2017 bereits die Aristolochia neinhuisii,eine neue Art aus Vietnam, nach Prof. Neinhuis benannt worden war.

„Eine besondere Anerkennung“

„Neue Arten in den entlegensten Ecken der Welt selbst zu entdecken, ist das eine, wenn jedoch eine neue Art nach einem benannt wird, ist dies eine besondere Anerkennung. In diesem Fall waren die südamerikanischen Entdecker der neuen Art 2019 im Rahmen einer Kooperation zu den Pfeifenwinden zu Besuch an der TU Dresden. Scheinbar hat sie unsere Forschungsarbeit überzeugt. Wir pflegen auf diesem, aber auch auf anderen Gebieten, intensive Kontakte zu zahlreichen Universitäten weltweit“, freut sich Professor Wanke über die ihm zuteil gewordene Anerkennung.

TU Dresden führend in Erforschung von Aristolochiaceae

An der TU Dresden werde demnach seit über 20 Jahren intensive Forschung der Pflanzenfamilie der Pfeifenwinden (Aristolochiaceae) betrieben. Die Dresdner Wissenschaftler*innen seien demnach weltweit führend in der Erforschung dieser Pflanzen und gehören zu den wenigen Spezialisten. An der Professur für Botanik wurden maßgebliche Arbeiten zur Evolution und Biologie dieser Gruppe publiziert, um dabei zu helfen, die bedrohte Art zu schützen. Über die Jahre wurde zudem eine Spezialsammlung der Pflanzenfamilie im Botanischen Garten der TU Dresden zusammengetragen, auf die sie für ihre Forschungen zurückgreifen können. „Mit etwa 150 Arten besitzen wir eine der weltweit größten Sammlungen von Pfeifenwindengewächsen“, erklärt Christoph Neinhuis, Professor für Botanik und Direktor des Botanischen Gartens.

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