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Neue App: Schädlinge und ihre Bekämpfung

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Schädlinge und ihre Bekämpfung werden nur selten dokumentiert. Wenn, dann geschieht das meist nicht digital, sondern auf dem Papier und somit nicht für alle zugänglich. Durch die Vielzahl an Pflanzen geht der Überblick über die individuellen Pflanzenschutzmaßnahmen schnell verloren. Abhilfe soll eine neue App schaffen, die den Nutzer erinnert.

App-Entwickler Ansgar Bergau dokumentiert emsig Pflanzen und ihre Schädlinge. Foto: Marie Dähn

Im Rahmen seiner Masterarbeit entwickelt Ansgar Bergau eine App, die Pflanzen eine Stimme geben soll. Die Idee: Durch QR-Codes, scanbare Transponder oder Chips beispielsweise an den Etiketten kann der Benutzer Informationen zur Vergangenheit der Pflanzen abrufen, die in der Anwendung hinterlegt sind. Das können unter anderem der Schädlingsbefall und dessen Bekämpfung sein.

Pflanzen sollen über neue App Bekämpfung von Schädlingen „einfordern“ können

Gleichzeitig werden geplante Maßnahmen in einem Online-Kalender festgehalten und mit Erinnerungsfunktionen versehen. „So können Behandlungstermine nicht vergessen werden, da sie ihre Pflegekräfte selbst erinnern. Die Pflanzen fordern gewissermaßen ihre Pflege ein“, so Bergau.

Die Smartphone-App schlägt Maßnahmen aus einem erweiterbaren Angebot vor, gibt aber auch Tipps zu möglichen Präventivmaßnahmen. Dabei legt der Masterstudent Wert auf ökologischen Pflanzenschutz. Herbizide und Pestizide kommen darin nicht vor.

Neue App: Unterschiede zu anderen Pflanzenschutz-Apps

Was diese App von anderen abhebt: „Es können sowohl Nutz- als auch Zierpflanzen darin gelistet werden“, so Bergau. „Es gibt bereits einige Pflanzenschutz-Apps. Die Vielzahl stammt jedoch von Pflanzenschutzmittelherstellern selbst. Darin befinden sich ausschließlich deren Produktinfos.“ Zudem gäbe es wenige Detailbeschreibungen zu den Schädlingen.

Bergau will seine App Anfang Dezember auf den Markt bringen. Der Nutzer kann dann seinen Pflanzenbestand erfassen, bei einem Befall den Schädling über eine umfangreiche Suchfunktion bestimmen, ihn entsprechend bekämpfen, die weiteren Behandlungs- und Kontrolltermine in einem Kalender eintragen und sich erinnern lassen.

Mehr zu der neuen App und ihrer Entwicklung lesen Sie in der aktuellen TASPO 28/2016, die am 15. Juli erschienen ist.