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Neue FloraHolland ab Januar 2008

Die Fusion der beiden großen Versteigerungsunternehmen FloraHolland und Bloemenveiling Aalsmeer kann zum 1. Januar 2008 vollzogen werden. Am 19. September stimmten die Mitglieder beider Genossenschaften in getrennten Generalversammlungen dem Fusionsvorhaben zu. Notwendig war die Zustimmung von mindestens zwei Dritteln der Mitglieder. Letztlich votierten in Aalsmeer 85 Prozent und in Naaldwijk 79 Prozent mit Ja. Vorausgegangen war die am 21. August erfolgte Genehmigung durch die niederländische Kartellbehörde, worüber wir in der TASPO 35/07 berichteten.

Die neue Genossenschaft wird den Namen FloraHolland tragen. Unter den holländischen, genossenschaftlichen Blumenversteigerungen hat sie einen Marktanteil von über 95 Prozent. Die beiden noch verbleibenden, eigenständigen Veilingen im Kreis der Vereinigung Niederländischer Blumenversteigerungen sind die Veiling Vleuten und die Bloemenveiling Oost Nederland. Die neue FloraHolland umfasst ab dem Jahr 2008 ein Netzwerk von sechs Versteigerungs-Standorten: Aalsmeer, Naaldwijk, Rijnsburg, Bleiswijk, Venlo und Eelde. Insgesamt stehen 29 Versteigerungsuhren zur Verfügung. Das Vermittlungsbüro soll für die gesamte FloraHolland arbeiten. Gleiches gilt für eine zentrale Importabteilung. Die beiden momentan noch getrennten Organisationen beziffern die Umsatzprognose der FloraHolland fürs nächste Jahr auf "etwa vier Milliarden Euro". Mit Umsatzsteigerung von drei Prozent pro Jahr könne gerechnet werden. Der Gewinn soll sich auf ungefähr zehn Millionen Euro belaufen. 4700 Menschen sind bei dem Unternehmen beschäftigt. Aufgrund der Zusammenlegung verschiedener Abteilungen und laufender Effizienzsteigerung ist die Zahl der Beschäftigten etwas geringer als zuvor. Ein Sozialplan soll aufgestellt werden. Das Investitionsvolumen für die kommenden fünf Jahre ist auf 400 Millionen Euro ausgelegt. Wie es heißt, schlägt die Vereinheitlichung der Stapelwagen hierbei mit 80 Millionen Euro zu Buche. Große anstehende Vorhaben in Naaldwijk sind die dritte Stufe des Trade Parc Westland und in Aalsmeer der neue Bereich VBA-Oost. Man geht davon aus, dass die Fusion zu einer Kosteneinsparung von jährlich etwa neun Millionen Euro für den Betrieb führt. Dies basiert auf geringeren Arbeits- und allgemeinen Betriebskosten. Dadurch, so heißt es, müssten die Versteigerungstarife in den nächsten Jahren nicht steigen. Für die gesamte Absatzkette könne laut einer TNO-Untersuchung mit Einsparungen von 40 Millionen Euro gerechnet werden. Zum Generaldirektor der neuen FloraHolland wurde Timo Huges bestellt. Er hat diese Position heute bei der Bloemenveiling Aalsmeer inne. Weitere Direktoren werden Arnold Hordijk, Erik Leeuwarden und Rens Buchwaldt sein. Vorstandsvorsitzender ist Gerrit Ravensbergen. Der Vorstand besteht übergangsweise aus elf Personen, danach aus neun Personen. Ergänzend soll es 13 Regionvorstände in Holland sowie je einen in Belgien und Israel geben. Bei den Generalversammlungen hoben die Vorstände hervor, die Fusion sei aus strategischen Gründen nötig. Als gemeinsame große Organisation ließen sich die Herausforderungen des Marktes besser meistern. Die Stärken des niederländischen Versteigerungssystems kämen besser zum Tragen, weil den Käufern eine noch größere Auswahl in größeren Mengen geboten werde.

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