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Neue Initiative für Fachkräftepartnerschaften

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Die Europäische Kommission hat in der vergangenen Woche eine neue Initiative im Rahmen des neuen Migrations- und Asylpakets gestartet, mit der Fachkräftepartnerschaften mit Drittstaaten geschlossen werden sollen, um dem Fachkräftemangel in der EU zu begegnen.

Mit den Fachkräftspartnerschaften soll Druck von EU-Arbeitsmarkt genommen werden. Foto: Greg Montani/ Pixabay

Bevölkerung im erwerbstätigen Alter nimmt ab

Ziel der neuen Fachkräftepartnerschaft sei es laut EU-Kommission, dass durch die Schaffung von Partnerschaften mit Drittstaaten der Fachkräftemangel in der EU durch legale Migration abgebaut werden könne. „Unser strategisches Ziel sollte darin bestehen, die irreguläre Migration durch legale Zuwanderungsmöglichkeiten zu ersetzen. Wir brauchen legale Migration, denn die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in Europa nimmt ab, und viele wichtige Sektoren, wie das Gesundheitswesen und die Landwirtschaft, sind von Fachkräftemangel betroffen. Die Fachkräftepartnerschaften werden dazu beitragen, die Fähigkeiten der für eine Arbeit in Europa in Betracht kommenden Menschen auf den Bedarf des Arbeitsmarkts abzustimmen. Mit den Fachkräftepartnerschaften erhält Europa zudem ein hervorragendes Instrument, um mit unseren Partnerländern bei allen Aspekten der Migration zusammenzuarbeiten. Dies hat bisher gefehlt“, erklärt EU-Innenkommissarin Ylva Johansson.

Ein neuer Ansatz für Migrationspartnerschaften

Im Fokus der Fachkräftepartnerschaften stehe daher zunächst die gemeinsame Abstimmung der Kompetenzen von Arbeitskräften aus Drittländern auf den Bedarf des Arbeitsmarkts in der EU. Hier sollen die Fachkräftepartnerschaften zu einem zentralen Bestandteil der Beziehungen der EU zu Partnerländern werden. Gemeinsam könne dann die Migration von Fachkräften in die EU gesteuert werden. Auf einer von der Kommission organisierten Konferenz wurden in der vergangenen Woche Vertreter der Mitgliedstaaten, des Europäischen Parlaments, der Sozial- und Wirtschaftspartner und anderer Interessenträger der EU über die Gestaltung und Nutzung von Fachkräftepartnerschaften beraten. Fachkräftepartnerschaften werden einen politischen und finanziellen EU-Rahmen bieten, um strategisch mit Partnerländern zusammenzuarbeiten und den Bedarf an Arbeitskräften und Qualifikationen besser aufeinander abzustimmen.

Druck wird von EU-Arbeitsmarkt genommen

Durch die Fachkräftepartnerschaften soll zudem die illegale Einwanderung unterbunden werden. Es sollen sichere und legale Wege geschaffen werden, um in die EU zu migrieren und dort zu arbeiten. Gleichzeitig kann damit der Druck auf den EU-Arbeitsmarkt verringert werden, der durch den Rückgang der Menschen im erwerbsfähigen Alter und einen Fachkräftemangel, der sich nicht durch eine Aktivierung und Weiterqualifizierung der einheimischen Arbeitskräfte bewältigen lässt, entstanden ist. Als nächster Schritt sollen nun eine Reihe maßgeschneiderter Fachkräftepartnerschaften mit bestimmten wichtigen Ländern und Regionen vorschlagen.

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