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Neue Öffnungszeiten in Baden-Württemberg: Sonderregelungen für Blumen- und Hofläden

Am 6. März 2007 ist in Baden-Württemberg das neue Ladenöffnungsgesetz (LadÖG) in Kraft getreten. Die allgemeinen Ladenöffnungszeiten an Werktagen sind demnach für Einzelhändler vollständig freigegeben. Sonderregelungen gibt es für den Blumenverkauf an Sonn- und Feiertagen. Denn sie sind unter "besondere Warengruppen" (§ 9) genannt, die auch an Sonn- und Feiertagen in bestimmten Grenzen verkauft werden dürfen. Und zwar "Blumen, wenn Blumen in erheblichem Umfang feilgehalten werden, für die Dauer von drei Stunden, am 1. November (Allerheiligen), am Muttertag, am Volkstrauertag, am Totensonntag und am 1. Adventsonntag für die Dauer von sechs Stunden." Eine weitere besondere Warengruppe sind selbst erzeugte landwirtschaftliche Produkte in Verkaufsstellen auf landwirtschaftlichen Betriebsflächen, in Hofläden und Verkaufsstellen von Genossenschaften. Sie dürfen laut § 9 an Sonn- und Feiertagen für die Dauer von sechs Stunden verkauft werden. Ausgenommen von diesen Sonderregelungen für den Blumen- oder Hofladenverkauf sind der 1. Weihnachtsfeiertag sowie Oster- und Pfingstsonntag, an denen nicht verkauft werden darf. Dies ist nach Angaben des Verbandsorgans "Gartenbau in Baden-Württemberg" eines der Zugeständnisse der Landesregierung an die Kirchen dafür, dass die Gemeinden nunmehr jährlich drei verkaufsoffene Sonntage zu besonderen Anlässen durchführen können.

Im Zusammenhang mit den Ab-Hof-Läden gibt es, so die Informationen von "Gartenbau in Baden-Württemberg" laut Ministerium Ländlicher Raum auch für (die leider nicht extra genannten) Gärtnereien mit eigener Produktion die Möglichkeit, an Sonn- und Feiertagen für jeweils sechs Stunden die selbst erzeugten Produkte zu veräußern. Außerdem lasse sich diese Auslegung auch so verstehen, bei Tagen der offenen Tür für sechs Stunden selbst erzeugte Produkte verkaufen zu dürfen. Weitere Sonderregelungen gibt es für den 24. Dezember, wenn dieser Tag auf einen Sonntag fällt. Dann dürfen Verkaufsstellen für die Abgabe von Weihnachtsbäumen und solche, die überwiegend Lebens- und Genussmittel feilbieten, höchstens drei Stunden bis längstens 14 Uhr geöffnet sein.