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Neue Studie: Gartenbau gehen die Meister aus

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Meister sind heiß begehrt. Wie sich deren Zahlen im Gartenbau und in anderen Branchen entwickeln und was gegen den Fachkräftemangel getan werden kann, damit beschäftigt sich eine aktuelle Studie.

Meisterbrief als Garant für Qualität und Qualifikation

Nach wie vor gilt der Meisterbrief als das „Diplom“ der Berufe und als Garant für Qualität und Qualifikation. Allerdings macht der Führungskräftemangel der Branche immer mehr zu schaffen. Dringend Zeit also, einmal zu untersuchen, wie sich die Fortbildung auf Meisterniveau in den vergangenen Jahren in den Berufen der Agrarwirtschaft entwickelt hat. Und welche Maßnahmen im Wettbewerb mit anderen Berufen zu ergreifen sind, um einem Fach- und Führungskräftemangel zu begegnen.

Beides hat Wolfgang Kawollek (Kassel) in seiner Studie „Meisterprüfungen der Agrarwirtschaft Fakten, Daten, Zahlen“ im Auftrag des Vereins zur Förderung der Land- und Forstarbeiter (Kassel) und gefördert durch die Landwirtschaftliche Rentenbank getan.

Fast zwei Drittel der Meisterprüfungen im Garten- und Landschaftsbau

Betrachtet man die Zahl der bestandenen Meisterprüfungen in den sieben Fachrichtungen des Gartenbaus über die Berichtsjahre ist festzustellen, dass in den vergangenen drei Jahren ein signifikanter Anstieg der Prüfungsteilnehmer mit bestandener Prüfung zu verzeichnen ist. Fast zwei Drittel der Prüfungen wurden in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau durchgeführt.

Der Frauenanteil im Gartenbau liegt – bezogen auf die Berichtsjahre – im Durchschnitt bei 16,2 Prozent. Vor dem Jahr 2010 war der Frauenanteil wesentlich höher. Die Abnahme ist insbesondere dadurch zu erklären, dass der Anteil des Garten- und Landschaftsbaus an allen Meisterprüfungen in den vergangenen Jahren stetig angestiegen ist, diese Fachrichtung traditionell aber einen relativ geringen Frauenanteil aufweist.

Agrarwirtschaft fehlen laut Studie Standards in der Sozial- und Tarifpolitik

Was den Branchen der Agrarwirtschaft laut Kawollek fehlt, sind Standards in der Sozial- und Tarifpolitik, die mit Angeboten anderer Branchen erfolgreich konkurrieren können. Die Wettbewerbssituation mit anderen Berufen wird sich noch verschärfen.

Deshalb sind die Unternehmen und ihre Verbände im Kampf um Nachwuchs und Talente gefordert, sich auch als wirklich attraktive Arbeitgeber zu profilieren. Hier kann laut Kawollek das Konzept „Gute Arbeit“ der Schlüssel zur nachhaltigen Sicherung des Fach- und Führungskräftebedarfs sein.

Fachkräftebedarf durch berufliche Fort- und Weiterbildung sichern

Wer seinen Bedarf an Fachkräften dauerhaft sichern will, muss darüber hinaus berufliche Fort- und Weiterbildung zum integralen Bestandteil der Unternehmenspolitik machen. Dadurch kann sich ein Betrieb als Arbeitgeber positiv von der Konkurrenz abheben.

Mehr zu den Kernaussagen der Studie lesen Sie in der TASPO 46/2016, die am 18. November erscheint.

Außerdem können Sie die komplette Studie „Meisterprüfungen der Agrarwirtschaft Fakten, Daten, Zahlen“ von Wolfgang Kawollek hier als PDF downloaden.