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Neue Substrat-Lösungen: Mosswool statt Steinwolle

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Eine Vielzahl neuer Substrat-Lösungen gibt es unter anderem für den Anbau von Obst und Gemüse. So etwa Sphagnum-Moos als Steinwolle-Ersatz, Kokostorf als Alternative zum Torf sowie verbesserte Produkte für den Himbeeranbau.

Mosswool: ein Drittel Sphagnum-Moos, zwei Drittel Torf

Neun Millionen Hektar Moor gibt es in Finnland – und sie alle eignen sich als mögliche Abbauflächen für Sphagnum-Moose. Dies ist der Blickwinkel von Novarbo auf eine bisher ungenutzte, aber sehr nachhaltige Möglichkeit, Substrate herzustellen. Mit seinem Steinwolle-Ersatz Mosswool gehörte das finnische Unternehmen in diesem Jahr zu den zehn Nominierten des Fruit Logistica Innovation Awards.

Mosswool besteht zu einem Drittel aus abgebauten Moosen und zwei Dritteln aus Torf. Der große Vorteil gegenüber Steinwolle liegt auf der Hand: Die Entsorgung ist wesentlich unkomplizierter. Während Steinwolle Sondermüll ist – nicht zu verbrennen, nicht wiederverwertbar – kann man Mosswool bedenkenlos mit seinen übrigen Pflanzenresten kompostieren oder auch zur Bodenverbesserung im Freiland einsetzen, so die Info von Novarbo.

Das für Mosswool benutzte Moos wird schonend abgebaut. Noch während der Ernte wird es ausgepresst, um dem Ökosystem kein unnötiges Wasser zu entziehen. Geerntet wird auch nur ein Teil des Mooses, sodass immer genug zurückbleibt, um nachwachsen zu können. So soll nach Angaben von Novarbo alle 25 Jahre eine Beerntung möglich sein. Was den Gärtner besonders freuen soll: Höhere Erntemengen sollen mit Mosswool auch möglich sein. So wurde im Vergleich mit Steinwolle in einem Test mit Gurken sieben Prozent mehr geerntet.

Growbags: organische Alternative zu Steinwolle

Eine weitere Alternative zu Steinwolle kommt aus Indien. Vaighai Worldwide stellt für den Gemüse- und Erdbeeranbau unter anderem Growbags her. Diese organische Alternative zu Steinwolle soll weniger Wasser benötigen und trotzdem höhere Ernten gewährleisten, so das Unternehmen.

Vaighai Worldwide hat sich nach eigenen Angaben auf die Entwicklung und Weiterentwicklung von Substraten auf Kokosbasis spezialisiert. Mit 300.000 Kubikmetern jährlich hergestelltem, vom Produzenten „Cocopeat“ genannten Produkt werden nicht nur die genannten Growbags produziert, sondern auch Substrate für den Zierpflanzenbau und den Heimbereich.

Preforma-Plugs und Longcane Kokosdisks für Himbeeren

Neuentwicklungen speziell für Himbeeren stellt Jiffy vor. Preforma-Plugs sollen demnach zukünftig den Himbeer-Jungpflanzenanbau leichter machen. Die Plugs bieten etwa 30 Prozent mehr Luft als von Hand in Trays gefülltes Substrat, was eine schnellere Durchwurzelung und ein gleichmäßigeres Wachstum ermöglichen soll. Die Plugs werden verklebt – sie behalten also ihre Form bei – und „ready to use“ mit Steckloch ausgestattet.

Eine weitere Erleichterung für Himbeer-Anbauer bieten die neuen Longcane-Kokosdisks. Diese speziell für das Umtopfen von Himbeeren entwickelten Disks für 7,5- bis Zehn-Liter-Container sind einfach zu benutzen. Nach dem Anfeuchten quellen sie auf und lassen ein Loch zurück, in welches man die Himbeere umtopfen kann.

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