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Neue Tarife für den Nordosten

Rund ein halbes Jahr nachdem sich die Tarifpartner im Nordverbund auf einen neuen Lohntarif für den Erwerbsgartenbau geeinigt hatten, gibt es nun auch ein Ergebnis für das damals ausgesparte Mecklenburg-Vorpommern. Ergebnis ist wie im übrigen Nordverbund eine zweistufige Lohnerhöhung von zusammen 4,7 Prozent. In der ersten Stufe erhöhen sich nach dem neuen Tarifvertrag die Löhne und Auszubildendenvergütungen mit Wirkung zum 1. April 2008 um 2,8 Prozent und in der zweiten Stufe ab 1. Dezember 2008 nochmals um 1,9 Prozent. Der Ecklohn (Gärtner mit Abschlussprüfung ab 2. Gehilfenjahr) steigt damit in der ersten Stufe auf 7,85 Euro und in der zweiten Stufe auf 8,00 Euro. Abweichungen davon gibt es allerdings in folgenden vier Lohngruppen: Die Lohngruppen 8 im gärtnerischen Bereich (Arbeitnehmer ohne gärtnerische Berufsausbildung) und 4 im floristischen Bereich (über 18-jährige Arbeitnehmer, die einfache floristische und Verkaufs-Tätigkeiten nach eingehender Anweisung ausüben mit zweijähriger Betriebszugehörigkeit) erhöhen sich direkt auf 6,10 Euro in der ersten Stufe und auf 6,22 Euro in der zweiten. Für die Lohngruppen 9 gärtnerischer Bereich (unregelmäßig Beschäftigte/ ungelernte Arbeitnehmer/ungelernte berufsschulpflichtige Jugendliche) und 5 floristischer Bereich (Arbeitnehmer, die nicht die Voraussetzungen der Lohngruppe 4 im floristischen Bereich erfüllen) steigen die Löhne zunächst in der ersten Stufe um 2,8 Prozent und werden dann in der zweiten auf 6,10 Euro festgesetzt. Durch Zusammenfassen einzelner Lohngruppen entfielen im Tarifvertrag ferner vier Lohngruppen, die mit einem Lohn von unter 6,10 Euro belegt waren. Entsprechend der bereits getroffenen Vereinbarung im Nordverbund wird der im Rahmentarifvertrag geregelte Arbeitszeitfächer in der Zeit vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 von 45 Stunden auf 50 Stunden erweitert. Während dieses Zeitraums wollen die Tarifvertragsparteien nach praktikablen Lösungen suchen, die individuellen Arbeitszeitkonten der Arbeitnehmer gegen Insolvenz abzusichern und eine entsprechende Regelung in den Tarifvertrag aufzunehmen. Sollte es zu keiner Lösung kommen, soll die bisher gültige Regelung von 45 Stunden wieder in Kraft treten.