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Neue Tarifrunde: Lohn- und Gehaltstarif-Verhandlungen in der „heißen Phase“

Mit Ablauf der alten Lohn- und Gehaltstarif-Verträge Gartenbau im vergangenen Jahr steht für 2013 eine neue Tarifrunde an. In den meisten Bundesländern befinden sich die Verhandlungen zwischen Arbeitgeberverbänden und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) derzeit in der „heißen Phase“, wobei Bayern als erstes Bundesland einen Abschluss vorweisen kann. 

In vielen Bundesländern sind die Lohn- und Gehaltstarif-Verhandlungen in der „heißen Phase“. Foto: violin/123RF Stock Foto

Wie die IG BAU in einer Pressemitteilung informierte, einigten sich die Tarifparteien auf ein Lohnplus von 6,5 Prozent für die Beschäftigten im bayerischen Erwerbsgartenbau, gleichzeitig wurde eine Vertrags-Laufzeit von 3,5 Jahren (rückwirkend vom 1. Januar 2012 bis zum 30. Juni 2015) vereinbart.

Die Lohnerhöhung erfolgt in zwei Stufen, dabei zahlen Unternehmen ihren Mitarbeitern ab 1. April 2013 3,7 Prozent mehr. Der Ecklohn steigt damit von bislang 11,07 Euro auf 11,48 Euro (zweites Gesellenjahr). Ab 1. Juli 2014 erfolgt eine weitere Anhebung um 2,8 Prozent. Für die zurückliegenden Monate von Januar 2012 bis März 2013 erhalten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro brutto.

Laut IG BAU werde es künftig keinen gesonderten Tarifvertrag mehr für die Saisonarbeitskräfte geben. Vereinbart wurden die Einführung eines Stufenplanes und die Einordnung in den regulären Tarifvertrag, beginnend mit dem Jahr 2013/2014. Die Stufenerhöhung gewährleiste, dass ab dem 1. Dezember 2017 eine Lohnniveauangleichung mit der Lohnuntergrenze von 8,50 Euro pro Stunde erreicht wird, was einer Erhöhung von 34 Prozent gleichkomme.

Wie dieser Abschluss in die aktuelle Tarif-Landschaft einzuordnen ist, lesen Sie in der TASPO 11/13. (ts/ks)