Alle News

Urteil: Sozialamt muss Bestattungsvorsorge zahlen

, erstellt von

Das Sozialamt muss die Beiträge für eine Sterbegeldversicherung übernehmen. Das bestimmt ein Urteil des Sozialgerichts Karlsruhe. Laut Urteilsbegründung ist diese Leistung im Rahmen der Grundsicherung im Alter erforderlich, um die Bestattung der Antragstellerin abzusichern.

Das Sozialamt muss im Zweifelsfall die Beiträge für eine Sterbegeldversicherung übernehmen. Foto: Aeternitas

Das Karlsruher Sozialgericht stützt sein Urteil auf Paragraph 33 Absatz 2 des Zwölften Sozialgesetzbuches, nach dem die erforderlichen Aufwendungen für ein angemessenes Sterbegeld übernommen werden können.

Begründung der Richter: Ohne Sterbegeldversicherung muss Sozialamt vermutlich später für Bestattungskosten aufkommen

Auch hatten es die Richter im vorliegenden Fall als wahrscheinlich erachtet, dass das Sozialamt ohne die Sterbegeldversicherung im Todesfall für die Bestattungskosten der Antragstellerin aufkommen muss.

Die Verbraucherinitiative Aeternitas begrüßt das vor kurzem veröffentlichte und bereits Ende vergangenen Jahres gefällte Urteil des Karlsruher Sozialgerichts (Aktenzeichen S 4 SO 370/14), da möglichst jedem Bürger eine Bestattung nach eigenen Vorstellungen möglich sein sollte.