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Neuer Bestattungsgarten im Kölner Raum

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Der Kölner Raum ist um einen Bestattungsgarten reicher. Am Mittwoch eröffnete das gärtnergepflegte Gräberfeld auf dem Parkfriedhof der nordwestlich von Köln gelegenen Stadt Pulheim.

182 Grabstellen für Erd- und Urnenbeisetzungen

Als erster Bestattungsgarten der nordrhein-westfälischen Gemeinde bietet das rund 450 Quadratmeter große Areal, das Fachfirmen seit Mitte Juni im hinteren Teil des Friedhofs angelegt hatten, Platz für insgesamt 182 Grabstellen – 42 für Erdbestattungen und 140 für Urnenbeisetzungen. Anonyme Grabstellen gibt es in den Bestattungsgärten grundsätzlich nicht, wie Dirk Klein, geschäftsführender Vorstand der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner, erklärt.

Aufgeteilt ist der neue Pulheimer Bestattungsgarten in vier optisch unterschiedlich gestaltete „Module“: jeweils einen Rosen-, Auen- und Bauerngarten mit Erd- und Urnengräbern sowie den als aufgeschichtete Trockenmauern errichteten, ausschließlich für Urnenbeisetzungen vorgesehenen Bereich „Spuren des Lebens“.

Einheitliches Gestaltungskonzept für Bestattungsgärten

Seitens der Bevölkerung bestehe bereits rege Nachfrage an dem neuen Bestattungsangebot, wie der Leiter des städtischen Bauhofs, Michael Funk, berichtet. Interessenten könnten bereits zu Lebzeiten und nicht erst im akuten Todesfall eine Grabstelle erwerben. Als Ruhezeiten gelten im Pulheimer Bestattungsgarten 20 Jahre für Urnen und Erdgräber sowie 30 Jahre im Falle von Tiefbestattungen, wenn eine Stelle mit zwei Särgen belegt werden soll.

Weil der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner – die die neuartigen und gärtnergepflegten Gräberfelder inzwischen an 20 Standorten in Köln und Umgebung anbietet – der Wiedererkennungswert wichtig ist, gilt für alle Bestattungsgärten ein einheitliches Gestaltungskonzept. Die Vorgaben, die für Grabmale und Bepflanzung gleichermaßen zu berücksichtigen sind, erläutern jeweils die zuständigen Steinmetze.

Dauergrabpflegevertrag als Voraussetzung

Voraussetzung für den Erwerb einer Grabstätte in den „Bestattungsgärten Pulheim“ sei immer der Abschluss eines Dauergrabpflegevertrags mit dem eingebundenen gärtnerischen Fachbetrieb. Für die Angehörigen ist die Anlage deshalb komplett pflegefrei, wie Dirk Klein erläutert. Erlaubt sei jedoch, Blumen oder Grablichter auf die Grabstellen zu stellen.

Die Kosten für eine Grabstelle im neuen Bestattungsgarten liegen je nach Gartenbereich zwischen rund 3.600 und 9.300 Euro für eine Person – Bronzeschrift, Liegestein oder stehendes Grabmal inbegriffen. Hinzu kommen noch die städtischen Gebühren und Beisetzungskosten. Die treuhänderische Verwaltung und Kontrolle der Vertragsleistungen übernimmt die Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner.