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Neuer DDAC-Grenzwert: ZVG begrüßt klares Signal der Entwarnung

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) begrüßt die Festlegung des neuen Rückstandshöchstgehalts für das Desinfektionsmittel Didecyldimethylammoniumchlorid (DDAC). Wie die TASPO berichtete, liegt dieser jetzt bei 0,5 Milligramm pro Kilogramm. Diese Entscheidung sei geeignet, vorhandene Auslistungen von Erzeugern durch den Handel und andere Marktbeschränkungen zu beseitigen. 

Der ZVG fordert allerdings auch, dass Hersteller und Vertreiber von Pflanzenbehandlungsmitteln durch eine klare und vollständige Deklaration der von ihnen verwendeten Inhaltsstoffe verhindern, dass Gärtner und Landwirte in wirtschaftliche Situationen geraten, die für Einzelbetriebe im Fall DDAC Existenz bedrohende Ausmaße angenommen hatten. In den anstehenden Auseinandersetzungen um die eingetretenen Schadensfälle unterstützt der Verband die betroffenen Mitgliedsbetriebe.

Der Berufsstand, insbesondere die QS-GmbH, hatte schon in den vergangenen Wochen erforderliche Daten in erheblichem Umfang geliefert. In gleicher Weise wird sicherlich das im Zuge der EU-Entscheidung geforderte Monitoring unterstützt. Dabei  sollen Daten über die Ursachen der Kontaminationen erfasst und bis Ende Februar nächsten Jahres Brüssel zugeleitet werden. Das bedeutet, dass für die Zukunft Entwicklungen eingeleitet werden, die geeignet sind, die Sicherheit für Verbraucher, aber auch für Anwender der Mittel weiter zu erhöhen.

Bereits am 9. Juli dieses Jahres hatte das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) festgestellt, dass von den aktuell berichteten Überschreitungen keine direkten Gesundheitsgefahren ausgehen. (ts/zvg)