Alle News

Neuer ESAB-Entwurf: Geringerer Abstand von Baum und Fahrbahn

Der Bundesverkehrsminister legte einen neuen Entwurf der Empfehlungen zum Schutz vor Unfällen mit Aufprall auf Bäume (ESAB) vor. Dieser sieht einen Abstand von 4,50 Metern zwischen Baum und Fahrbahn vor. Im ersten Entwurf waren noch acht Meter vorgeschlagen worden. Nach Einspruch der Verbände - sie befürchten, dass bei acht Metern Neuanpflanzungen von Allee-Bäumen sehr erschwert würden - scheint der neue Entwurf den Kritikern entgegenzukommen. Seit mehreren Jahren setzt sich die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) bereits gegen den Entwurf eines Regelwerkes zur Wehr, den die Forschungsgesellschaft für das Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) bearbeitet. Aber auch der neue Entwurf ist für sie noch nicht schlüssig: Die FLL vermisst beispielsweise eine Öffnungsklausel, mit der unter besonderen räumlichen Gegebenheiten auch weniger als 4,50 Meter Abstand erlaubt sind. Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) merkt kritisch an, dass eine Aussage in dem neuen ESAB-Entwurf das Entfernen von Bäumen zur Verkehrssicherung ohne eingehende Prüfung auf Notwendigkeit begünstigt. Die Zeit für eine Stellungnahme ist knapp. Bis 27. August müssen sich die Verbände zum neuen Entwurf äußern.