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Neuer Schädling aus Asien: Palmensterben in Südeuropa

Ein neuer Schädling bedroht die Palmen im Süden Europas. Um seine Verbreitung zu verhindern, muss der Handel darauf achten, dass bei Einfuhr bestimmter Palmenarten deren Befallsfreiheit bescheinigt wird, beziehungsweise dass sie bei Verbringung innerhalb der Europäischen Gemeinschaft (EG) mit einem Pflanzenpass ausgestattet sind.

Die Rede ist von Rhynchophorus ferrugineus, einem in Südostasien beheimateten Rüsselkäfer. Aufgrund des hohen Schadpotenzials hat die EG-Kommission am 25. Mai 2007 eine Entscheidung über Dringlichkeitsmaßnahmen zum Schutz der Gemeinschaft gegen Einschleppung und Ausbreitung dieses Schädlings (2007/365/EG) erlassen. Nach Angaben von Dr. Ernst Pfeilstetter, vom Institut für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit des Julius Kühn-Instituts in Braunschweig, wird für Deutschland derzeit aufgrund der relativ untergeordneten Bedeutung von Palmen in Produktion und Verwendung kein wesentliches Risiko gesehen. Allerdings sind in diesem Zusammenhang die Maßnahmen bei Einfuhr und Verbringung zu beachten. Gemäß der Entscheidung der EG-Kommission ist jeder Befall oder Befallsverdacht den zuständigen amtlichen Stellen zu melden. Bei Einfuhr anfälliger Pflanzen muss deren Befallsfreiheit sowie die Einhaltung der im Anhang der Entscheidung festgelegten Anforderungen in der zusätzlichen Erklärung des Pflanzengesundheitszeugnisses bescheinigt werden. Anfällige Pflanzen, die innerhalb der Europäischen Gemeinschaft verbracht werden sollen, benötigen einen Pflanzenpass, mit dem ebenfalls bestätigt wird, dass die Pflanzen die Anforderungen der Entscheidung erfüllen. Weitere Informationen lesen Sie in der aktuellen TASPO-Aushabe Nr. 6