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Neuer Tarifvertrag im Südwesten

Nach fünf Jahren ohne neuen Tarifvertrag haben sich die Sozialpartner in Baden-Württemberg wieder auf einen für Erwerbsgärtner geeinigt. Er gilt in Fortführung des bisherigen Lohntarifvertrages vom 21. August 2002 und hat ab 1. März 2008 eine Laufzeit von 24 Monaten. Es ist eine zweistufige Lohnerhöhung vorgesehen: 2,8 Prozent plus Einmalzuschlag für die ersten zwölf Monate und dann nochmals plus 1,8 Prozent. Veränderungen gibt es ferner bei den Lohn- oder Gehaltsgruppen. Wie Jörg Fleischhacker vom Verband Badischer Gartenbaubetriebe gegenüber der TASPO erläuterte, gibt es zwar keine Erklärungsfrist, der Vertrag sei aber auch noch nicht unterschrieben. Wie die beiden Gartenbauverbände Baden-Württembergs in ihrem Mitteilungsblatt berichten, gilt die Erhöhung um 2,8 Prozent für alle Lohngruppen einschließlich Azubis. Hinzu kommt mit der Lohnabrechnung für März 2008 eine Einmalzahlung von 150 Euro für die Lohngruppen 1 bis 4 und 8 (gelernte Fachkräfte) und von 100 Euro für die Lohngruppen 5 und 6 (ungelernte Arbeitskräfte). Ab 1. März 2009 folge dann die zweite Erhöhungsstufe um weitere 1,8 Prozent für alle Lohngruppen einschließlich Azubis. Nach Angaben der Arbeitgeber entfällt aus Rechtsgründen ab März 2008 die Möglichkeit, bei sprachunkundigen Arbeitskräften die Tariflöhne im ersten Jahr nach der Einstellung um zehn Prozent zu kürzen. Dafür habe man erreichen können, dass der neue Ecklohn von 10,16 Euro (Lohngruppe 4 mit 100 Prozent) erst ab dem zweiten Gehilfenjahr gilt. Im ersten Gehilfenjahr betrage er künftig hiervon 95 Prozent.