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Neues Beratungskonzept - Einzelbetriebliche Beratung soll in NRW ab 2009 Gruppenberatung ersetzen

Es bleibt bei den Sparplänen, es gibt keine Neubewertung, sagte Eckhard Uhlenberg, Landwirtschaftsminister NRW, in Münster während der Hauptversammlung der Landwirtschaftskammer. Das vorliegende Gutachten habe weiterhin Bestand und plane bis zum Jahr 2013. Das bedeute Einsparungen von 20 Millionen Euro, etwa 2,5 Millionen Euro pro Jahr, aber auch Planungssicherheit, um dann die Finanzierung auf sichere Füße stellen zu können. Gleichzeitig unterstrich der Minister nachdrücklich, dass die Landesregierung zur Landwirtschaftskammer hält, auch in Zeiten von Umstrukturierung und permanenter Veränderung: "Wir stehen zur selbstverwalteten Kammer." Die Landwirtschaftskammer NRW wird nach eigenen Angaben zum 1. Januar 2009 mit einem neuen Beratungskonzept an den Start gehen. Schwerpunkt des künftigen Angebotes ist die einzelbetriebliche Beratung anstelle von Gruppenberatung, wie von den Betrieben gewünscht. Weiterhin gibt es ein Basisangebot, das sich an den Betriebszweigen orientiert. Dies beinhaltet jährlich drei Gruppenveranstaltungen zu aktuellen Themen. Zusätzlich erhalten die Betriebe Informationsdienste per Fax oder Mail. Wichtigstes Element der künftigen Beratung sind maßgeschneiderte Angebote für den Einzelbetrieb. Jeder Betriebsleiter kann sich sein betriebsindividuelles Beratungspaket zusammenstellen, zum Beispiel eine jährliche Betriebszweigauswertung, einen Betriebsvergleich oder eine regelmäßige Pflanzenschutzberatung. Das Basisangebot kostet einheitlich 230 Euro pro Jahr. Die Einzelberatung wird nach Zeitaufwand mit 65 Euro pro Stunde abgerechnet. Betriebsleiter, die sich an die Beratung der Landwirtschaftskammer mit einer Vereinbarung binden, erhalten einen Nachlass und zahlen künftig 55 Euro pro Stunde.