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Neues Bestattungsgesetz in Schleswig-Holstein auf dem Weg

Anfang Juni fand in Kiel unter der Leitung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz eine Diskussion über den Entwurf zu einem neuen schleswig-holsteinischen Bestattungsgesetz statt, weil sich daraus tiefgreifende Auswirkungen auf die Bestattungskultur in diesem Land ergeben werden. Dabei ging es, wie bereits in den im Januar vom Ministerium

gesammelten Stellungnahmen der unterschiedlichsten gesellschaftlichen, beruflichen und religiösen Gruppierungen vor allem um die Privatisierungen von Friedhöfen, die Möglichkeiten der Bestattung im Leichentuch ohne Sarg, die Bestattungspflicht für Urnen und den für Schleswig-Holstein bisher

unbekannten Umgang mit neuen Bestattungsformen wie Aschestreuwiese und Friedwald. Nach Auswertung der Diskussion will sich das Kabinett Anfang Juli mit den Ergebnissen befassen. Die überwiegende Mehrheit sprach sich in der Diskussionsrunde gegen eine im Gesetzentwurf geplante Privatisierung von Friedhöfen aus. Eine Gefahr wird vor allen darin gesehen, dass die

traditionellen Friedhöfe allein auf den kostenträchtigen Leistungen sitzen bleiben.