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Neues Forschungszentrum entsteht in Eschbach

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Das internationale Agrarunternehmen Corteva Agriscience hat bekannt gegeben, dass es im baden-württembergischen Eschbach ein neues integriertes Forschungszentrum für Integrated Field Sciences und Pflanzenzüchtung errichten wird. Der Bau des Zentrums habe bereits begonnen und man rechne mit einer Eröffnung im kommenden Jahr.

In Eschbach entsteht ein neues Forschungszentrum. Ein bestehender Altbau wird (grau) wird durch einen Neubau (weiß) ergänzt. Foto: Corteva Agriscience

Eröffnung für erste Jahreshälfte 2022 geplant

Das international agierende Unternehmen Corteva Agriscience mit Hauptsitz in den USA ist auf die Gebiete Saatgut, Pflanzenschutz und digitale Lösungen für die Steigerung von Ertrag und Rentabilität spezialisiert. Um die Forschung besonders auf den Gebieten Integrated Field Sciences (IFS) und Pflanzenzüchtung weiter voranzubringen, hat der Konzern begonnen, ein neues Forschungszentrum in Deutschland zu bauen. In Eschbach, Baden-Württemberg haben die Bauarbeiten zum neuen integrierten Forschungszentrum bereits begonnen und man rechne in der ersten Jahreshälfte 2022 mit einer Eröffnung. Das Unternehmen lässt sich den Aufbau des Zentrums rund 5,7 Millionen Euro kosten. Hier wird Corteva Agriscience hochmoderne Pflanzenschutzstudien mit europäischem Fokus durchführen und ein Kompetenzzentrum für die Erforschung der Resistenzentwicklung etablieren, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die Zusammenführung von Pflanzenzüchtung und IFS beschleunige laut Corteva Agriscience die Entwicklung neuer Methoden, wie etwa die digitale Versuchsauswertung mit Drohnen, Fernerkundung und die Verwendung molekularbiologischer Ansätze zur Erforschung der Wirksamkeit neuer Wirkstoffe auf Pflanzenkrankheiten.

Standort optimal für Durchführung von Feldversuchen

Der Standort in Baden-Württemberg sei demnach auch bewusst gewählt, da man sich an der deutsch-französischen Grenze in der Übergangsklimazone zwischen Nord- und Südeuropa befinde. Der neue Standort biete dementsprechend eine gute Basis für die Durchführung von Feldversuchen für fast alle relevanten europäischen Kulturpflanzen. Die Forschungseinrichtung sorge zudem für lokale Wertschöpfung, nicht nur durch die Verlagerung europäischer Forschungsprogramme an den Standort in Baden-Württemberg, sondern auch durch die Aufnahme von sechs zusätzlichen Experten für Schädlings-, Krankheits- und Unkrautmanagement. Diese werden das bestehende Team aus derzeit über 20 Forschern verstärken. Der Bau komme zudem durch seine moderne energieeffiziente und emissionsfreie Arbeitsweise den Nachhaltigkeitsanstrengungen des Unternehmens nach.

„Ein bedeutender Meilenstein“

„Dies ist ein bedeutender Meilenstein, der IFS und Pflanzenzüchtung unter einem Dach vereint, um im Sinne unserer Nachhaltigkeitsziele fortschrittliche Lösungen für Landwirte, Gemeinschaften und Verbraucher in Europa zu liefern“, erklärt Elliot Heffner, Leiter der Pflanzenzüchtung von Corteva Agriscience in Europa. „Corteva Agriscience setzt sich für den Schutz der Umwelt ein und bietet Landwirten gleichzeitig Produkte an, die sie zum Schutz ihrer Kulturen benötigen. Da die Verbrauchernachfrage nach Pflanzenschutzmitteln natürlichen Ursprungs wächst, wird sich Eschbach auch auf biologische Produkte und deren Wirksamkeit gegen europäische Schädlinge und Krankheiten konzentrieren. Dieser neue Standort wird es uns ermöglichen, weiterhin innovativ zu sein und Landwirte bei der Umstellung auf nachhaltigere Bewirtschaftungsmethoden zu unterstützen", ergänzt Andreas Huber, Corteva Agriscience Integrated Field Sciences Leader, Europe.

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