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Neues Graduiertenkolleg: Nachhaltigkeit von Zierpflanzen

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) hat ein neues Graduiertenkolleg initiiert. Unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Menrad von der Fakultät Gartenbau wird der inhaltliche Fokus auf „Nachhaltige Wertschöpfungsketten bei Zierpflanzen“ gelegt. Noch sind nicht alle Stellen besetzt, sodass sich Interessierte immer noch bewerben können. 

Die Wertschöpfungskette von Zierpflanzen ist das Thema des neuen Graduiertenkollegs. Foto: HSWT

Graduiertenkolleg als Begleitprogramm zur Forschung

Das neu initiierte Graduiertenkolleg beschäftigt sich inhaltlich mit der Nachhaltigkeit von Gartenbauprodukten. Es bietet aber auch eine strukturierte Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und ein attraktives Begleitprogramm zu den eigentlichen Forschungsvorhaben.

„Da dies ein so genanntes kooperatives Graduiertenkolleg ist, sind neben den Doktoranden und Projektleitern auch Professoren der TU München-Weihenstephan eingebunden, die die Promotionen betreuen. Somit ist eine ideale Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gewährleistet“, erläutert Koordinator Paul Lampert von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf gegenüber der TASPO.

Studenten und Praxis profitieren vom Graduiertenkolleg

Studenten profitierten von Bachelor- und Masterarbeiten, die im Zuge der Bearbeitung der Forschungsthemen ausgegeben werden. „Und die Praxis profitiert von den Erkenntnissen aus dem Projekt, die im Zuge der Nachhaltigkeitsdebatten noch verstärkt an Brisanz gewinnen werden.“ Als Beispiel nennt Lampert Lösungsansätze zum Problem der Endlichkeit von Rohphosphaten als Basis gartenbaulicher Dünger.

Auf öffentlichen Workshops zur Präsentation von (Zwischen-)Ergebnissen kann und soll sich die Branche in die Diskussion der Ergebnisse einbringen. Der Kontakt zu Verbänden (ZVG, BGV) wird im Zuge der ersten Ergebnisse intensiviert, plant Lampert.

Wirtschaftspartner aus der grünen Branche eingebunden

Zudem werde der Großteil der Projekte Wirtschaftspartner aus der Branche mit in die Forschung einbinden. „Zur Datenerhebung wird je nach Projekt mit Praxisbetrieben zusammengearbeitet, also durchaus mit Anwendungsbezug“, sagt Lampert.

Insgesamt sind es vier feste Projekte, die in diesem Rahmen bewilligt wurden:

  • Prof. Dr. Elke Meinken forscht an einer Substitution von gartenbaulichen Mineraldüngern durch den Einsatz von Sekundärphosphaten.
  • Prof. Dr. Heike Mempel möchte Nachhaltigkeitsindikatoren entlang der Wertschöpfungskette entwickeln und damit ein internes Benchmark-System aufbauen.
  • Prof. Dr. Swantje Duthweiler widmet sich der Analyse des stadtklimatisch wirksamen Potenzials von nachhaltigen Pflanzkonzepten und deren ökonomischer Bewertung.
  • Prof. Dr. Klaus Menrad möchte das Verbraucherinteresse an nachhaltig produzierten Zierpflanzen genauer beleuchten und die verschiedenen Nachhaltigkeitsdimensionen gewichten.

Das auf drei Jahre angelegte Gesamtprojekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst gefördert und setzt auf kooperative Promotionen zwischen Hochschulen angewandter Wissenschaften und Universitäten.

Förderung durch das Bayerische Staatsministerium

An Finanzmitteln stehen knapp 400.000 Euro vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst zur Verfügung. Das Kolleg ist somit ein reines Drittmittelprojekt. Zur Koordination des Graduiertenkollegs hat die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf Eigenmittel aufgebracht.

Derzeit sind noch nicht alle Stellen in diesem Graduiertenkolleg besetzt, sodass sich Interessierte über die Homepage der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf noch für die verschiedenen Teilprojekte bewerben können. (kla)