Alle News

Neues Marketingkonzept: Fridulin, die glückliche Erdbeere

Glückliche Hühner sind bekannt, aber glückliche Erdbeeren? „Fridulin, die glückliche Erdbeere“ ist eine neue Generation von Erdbeerpflanzen, die rund ums Haus Freude machen will. Wie das Marketingkonzept für Fridulin entstand, schildert Marlis Gregg, Journalistin, Gärtnerstochter und Gründerin und Inhaberin von PURE Public Relations, im aktuellen TASPO GartenMarkt. 

Marktaufbau für die Marke Fridulin im Gartencenter Schlößer. Werkfoto

Fridulin: ein Marketingkonzept entsteht

Die Nachfrage nach Naschpflanzen wird weiter stetig steigen, ist Erdbeer-Spezialist Erich Janssen überzeugt. Selbstversorger-Gärten und der eigene Anbau auf dem Balkon sind ein wachsender Trend. Nach unseren bisherigen Erkenntnissen umfasst er alle Altersschichten – vom Studenten über die junge Familie bis hin zu „Opa Andreas“.

„Alles Gute kommt von oben“, heißt es. In unserer Agentur für Kommunikation aber kommt es meist übers Telefon. Als im Dezember eine Stimme sagte: „Erich Janssen hier, hätten Sie mal kurz Zeit?“, ahnten wir nicht, welchen Einfluss dies auf künftige Anrufe haben würde. Aber genau am 3. März ging‘s los.

Wo gibt es Fridulin?!

Erich Janssen hatte uns mit der Aufgabe betraut, seine neue Erdbeerpflanzen-Marke „Fridulin“ bekannt zu machen. Es blieb wenig Zeit – das Konzept für den Auftritt der neuen Sorten musste schneller realisiert werden als es festgeschrieben war. Etiketten, Flyer, Internet, Presseberichte… Der erste war am Morgen des 3. März in einem Gartenmagazin erschienen, da klingelte ein Andreas A. an und wollte wissen: „Wo gibt es Fridulin?!“

Der 73-Jährige hatte sich tapfer durchs Internet (!) geklickt, um uns – beziehungsweise Fridulin – zu finden. Immerhin hat er vier Enkel, mit denen er dank der neuen Fridulin-Sorte Everlin in seinem „kleinen Garten“ von 700 Quadratmetern dieses Jahr mehr leckere Erdbeeren naschen möchte als je zuvor: „Das macht sie so glücklich!“

Ansturm von Privatkunden auf Fridulin?

Die Fridulin-Website hatten wir zwar in Rekordzeit schon im Januar live geschaltet, aber vor einem Ansturm von Privatkunden wollten wir Erdbeerkulturen Janssen, einen der größten Erdbeerpflanzen-Produzenten Europas, wohlweislich schützen.

Andreas A. prophezeite uns: „Es kommen noch andere Käufer außer mir, diese Sorten will jeder haben!“ So ein Satz als Reaktion auf Fridulins erstes öffentliches Erscheinen? Das zaubert unseren Marketing-Leuten das Lächeln ins Gesicht, doch dahinter identifizierten wir ein Logistik-Problem:

Wo kaufen die Interessenten ein?

Das Gartencenter, in dem Herr A. einkauft, konnten wir erfragen und auf den Kundenwunsch aufmerksam machen. Aber in Fridulins allererster Saison liefen wir Gefahr, viele unbekannte Interessenten zu enttäuschen, falls es Fridulin ausgerechnet an ihrem Lieblings-Einkaufsort nicht gab. Was tun? „Hmm“, sagte Erich Janssen, „dann müssen wir die Leute eben fragen, wo sie einkaufen!“

War ihm klar, welch große Worte er da so gelassen sprach? Hatte das überhaupt schon mal jemand versucht, einen Nachfrage-Sog erst auszulösen und dann so zu lenken? Ein doppelter Geniestreich: Interaktion mit dem Kunden ist das Höchste, was Internet leisten kann. Und eine Landkarte, die uns die Kundenwünsche aufzeigt… whow! Zwei Tage darauf hatte fridulin.com eine Seite mehr speziell für alle, die wissen wollen: „Wo gibt’s Fridulin?“

Verkaufsförderung für Fridulin

Schlagartig änderte das die Art der eingehenden Anrufe. Jetzt riefen Leute an, um uns begeistert zu schildern: „Die Janssens haben uns sogar geschrieben, sie werden sich persönlich kümmern!“ Und das tun sie. Die Saison hatte noch gar nicht begonnen – wir waren gerade dabei, unter Hochdruck Fridulins Verkaufsfördermittel für den POS zu entwickeln –, da lagen die Anfragen zu Einkaufsadressen schon dutzendweise vor!

Mittlerweile liefert das System dem Endkunden automatisch jede neue Bezugsquelle in seinem Postleitzahl-Gebiet. Die Gartencenter präsentieren Fridulin, Fridulin präsentiert die Gartencenter. Das ist Win-Win in Reinkultur. Und unsere echte, gelebte Antwort, wenn das nächste Mal gefragt wird: „Kann man im Gartenbau Wertschöpfung realisieren?“, lautet „Ja!“

(Text: Marlis Gregg, PURE Public Relations)