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Niederländer kaufen weniger Blumen und Pflanzen

Die Niederlande sind ein wahrer Champion, wenn es um die Produktion und den Export von Schnittblumen und Pflanzen geht. Bei grünen Produkten zeigen sich die Konsumenten im Kaufverhalten allerdings immer zurückhaltender, wie die Royal FloraHolland im Facts & Figures Report herausstellt.

Niederländische Konsumenten kaufen weniger Schnittblumen als französische, britische oder deutsche.

„Nachbarn“ kaufen mehr Schnittblumen als Niederländer

Im Vergleich mit den Deutschen, Franzosen oder Briten, kaufen die Niederländer nur selten Schnittblumen. Die Royal FloraHolland führt diesen Umstand auf mehrere Faktoren zurück. Beispielsweise sei die Konkurrenz bei den Geschenkartikeln sehr groß. Oft würden Gutscheine oder Kosmetika vom Endverbraucher bevorzugt. Der Griff zu den beliebtesten „grünen“ Geschenken, einem Strauß Rosen oder gemischten Blumenbouquets, bleibt aus.  

Verkaufszahlen bei den Gartenpflanzen sinken seit Jahren

Schlimmer noch: Bereits seit Jahren sinken die Verkaufszahlen bei den Gartenpflanzen in den niederländischen Gartencentern. Gartenbesitzer verzichten oft auf Stauden oder andere Pflanzen. Kommt hinzu, dass bei einem Neubau oft an der Gartengröße gespart wird. Und so verwundert es nicht, dass alleine 2014 die Verkäufe bei den Gartenpflanzen im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent auf 378 Millionen Euro sinken. Immerhin stiegen im gleichen Zeitraum die Umsätze bei den gesamten Garten-Sortimenten, die auch Hartwaren einschließen, um acht Prozent auf insgesamt 3,2 Milliarden Euro.

Zwei von drei Kunden kaufen regelmäßig im Fachgeschäft

Trotzdem bietet der Markt auch Lichtblicke: Zwei von drei Kunden kaufen regelmäßig bei einem der 3.300 niederländischen Floristen ein. Die Fachgeschäfte markieren mit 49 Prozent des Gesamtumsatzes auch den größten Verkaufskanal für Schnittblumen. Allerdings decken sich nur 18 Prozent aller Kunden „immer“ beim Floristen mit grünen Produkten ein. Zum Vergleich: Online-Shops erwirtschaften lediglich vier Prozent des Gesamtumsatzes an Schnittblumen. Kauft der Kunde allerdings im Internet ein, gibt er auch mehr Geld aus.