Alle News

Niederlande: 70 Prozent weniger Gewächshausbetriebe

70 Prozent weniger Gewächshausbetriebe verzeichneten die Niederlande 2013 im Vergleich zu 1980. Um das Jahr 1980 waren es noch 15.800 Betriebe mit Gartenbau unter Glas und 2013 nur noch 4.800. Dies geht aus einem am 23. September veröffentlichten Bericht des Kompendiums für Lebensräume hervor.

2013 gab es in den Niederlanden nur noch 4.800 Betriebe mit Gartenbau unter Glas. Foto: Ruud Morijn/Fotolia.com

Mit Ausnahme von Flevoland (plus elf Prozent, 2013: 70 Betriebe) gab es in allen Provinzen Rückgänge, die am stärksten in der Provinz Utrecht als Folge neuer Wohngebiete ausfielen (minus 81 Prozent, 2013: 82 Betriebe).

Die bei Weitem größte Unterglas-Fläche findet sich mit einem Anteil von 51 Prozent weiter in der Provinz Süd-Holland. Dort gibt es auch die meisten Gewächshausbetriebe (2013: 2.134 / 1980: 7.865), gefolgt von Nord-Brabant (717 / 1.356) und Nord-Holland (548 / 2.125).

Besonders in der Gemeinde Westland steht der Gewächshausgartenbau unter großem Raumdruck. Das Ziel der Provinz Süd-Holland ist dem Bericht zufolge, durch neue Standorte den Gewächshausgartenbau wieder auszudehnen.

Während zwischen 2011 bis 2013 die Gewächshausfläche in Süd-Holland um 332 Hektar abnahm, legte sie in Nord-Holland zugleich um 76 Hektar zu. Nord-Holland geht in den nächsten Jahren von einer Zunahme der Gewächshausfläche um 1.000 Hektar im Norden der Provinz aus.

Im Ballungsgebiet Randstad im Westen der Niederlande, das sich über mehrere Provinzen erstreckt, ist die Konzentration an Gewächshaus-Gartenbaubetrieben in einigen Gemeinden besonders hoch. Die Gemeinde Westland hat die höchste Konzentration an Unterglasgartenbau, auf den dort 81 Prozent der Kulturfläche entfallen. Es folgen die Gemeinden Lansingerland (36 Prozent), Hendrik-Ido-Ambacht (32 Prozent), Pijnacker-Nootdorp (32 Prozent), Uithoorn (30 Prozent), Rijswijk (21 Prozent), Aalsmeer (16 Prozent) und Katwijk (16 Prozent).

Mehr Informationen finden sich im Kompendium. (hlw)