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Niederlande: Erdwärme kann bald gefördert werden

Acht Unterglasproduzenten des Gartenbaukomplexes Agriport A7 im niederländischen Wieringermeer, nördlich von Amsterdam, bekommen noch in diesem Monat die erste Erdwärme geliefert.

Die Geothermie-Installation ermöglicht den Gärtnern, die insgesamt 300 Hektar Anbaufläche mit Erdwärme zu versorgen. Zwei der insgesamt vier Bohrungen sind abgeschlossen und können bereits Energie liefern.

Die Gärtner und Projektentwickler aus dem Agriport A7 haben sich für dieses Projekt in der Energie Vereinigung Wieringermeer (ECW) zusammengeschlossen, die regelmäßig über den Ablauf informiert. Inzwischen ist auch die Pipeline vom Bohrturm zum Abnehmer fertiggestellt, es fehlen noch die Verteilerstationen für die einzelnen Abnehmer.

Um die Wärmeübertragung der Wärmetauscher genau zu messen, wurden spezielle Temperatursensoren mit hoher Genauigkeit und Verlässlichkeit verwendet. Da im gesamten Gewächshauskomplex die Erdwärme als erneuerbare Energiequelle genutzt wird, kann die Pumpe ständig bei Tag und Nacht laufen, was eine hohe Rendite sichern soll.

Außerdem reduziere die Geothermie die Kohlendioxid-Emissionen um 70 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Heizungen. Die erste Bohrung hatte bereits gezeigt, dass bei einer Tiefe von 2.600 Metern Wasser von rund 90 Grad gewonnen werden könnte, was sich günstig auf die Wärmeleistung auswirkt. (fri)